Studie 09.11.2017, 11:10 Uhr

Mehrheit der Deutschen glaubt an digitale Sprachassistenten

Über die Hälfte der Deutschen glaubt an digitale Sprachassistenten. Besonders die Gruppe der 25- bis 34-Jährigen ist davon überzeugt. Den Menschen soll den Verbrauchern nach aber kein Device ersetzen.
Amazons Echo-Geräte: Für die Mehrheit der Deutschen sind Modelle wie diese nicht mehr wegzudenken.
(Quelle: Amazon)
Google Home oder Amazon Alexa sind gerade in alle Munde. 46 Prozent der 1.000 Befragten einer Zendesk-Studie haben einen solchen digitalen Sprachassistenten oder planen diesen bald in ihren Lebensalltag zu integrieren. Mehr als die Hälfte (51 Prozent) glaubt zudem an das Potenzial der smarten Devices. Besonders die Gruppe der 25- bis 34-Jährigen ist davon überzeugt. In dieser Altersgruppe nutzen bereits 53 Prozent die Geräte oder planen den zeitnahen Einsatz.
 
Nur neun Prozent der Befragten denken, dass sich diese Technologie nicht durchsetzen wird, während 29 Prozent den Trend eher für eine Spielerei für Technikbegeisterte halten.
Spannend für Unternehmen und den Kundenservice: Immerhin 51 Prozent der Verbraucher fänden es sehr praktisch, wenn sie über Sprachassistenten mit Firmen kommunizieren könnten. Ohne menschliche Note geht es aber nicht: 67 Prozent wollen nicht, dass jeglicher Service nur noch über automatisierte Roboter läuft.

Nutzungsszenarien

Am häufigsten nutzen die Verbraucher (51 Prozent) die Assistenten zum Abspielen von Musik, um zwischen Playlists hin und her zu wechseln oder Lieder zu finden, ohne dabei zum Computer laufen oder auf das Smartphone blicken zu müssen. Es folgt mit 44 Prozent die Unterstützung bei der Koordination von Terminen, also einen Kalender mit Sprach-Erinnerungsfunktion. Auf Platz drei liegt mit 41 Prozent ein verbaler Newsfeed.
Und warum nutzen die Deutschen nun Alexa und Co? Vor allem aus Zeitspargründen. Ein knappes Viertel der Befragten (23 Prozent) denkt, dass sie eine halbe Stunde bis zu zwei Stunden jeden Tag einsparen können, wenn Assistenten alltägliche Aufgaben übernehmen, wie Termine koordinieren, Reklamationen von Produkten, Rechnungen oder Vertragsänderungen. Ein knappes Drittel geht von maximal einer halben Stunde aus. Drei Prozent erwarten eine Zeitersparnis von mindestens zwei Stunden und teilweise mehr als drei Stunden.
Immerhin 35 Prozent wollen die Assistenten zukünftig aber gerne nutzen, um ihre Heizung zu steuern, ihr Licht und andere vernetzte Heimgeräte. Weniger beliebt ist es, Bankgeschäfte über Assistenten durchzuführen (13 Prozent) oder Unternehmen mit Dienstleistungen zu beauftragen (16 Prozent), wie einen Urlaub zu buchen, ein Auto zu mieten, Handwerker oder Lieferdienste zu beauftragen.




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