Digitaler Community Day 18.06.2020, 10:00 Uhr

Shopware geht in die Cloud

Erstmals bietet der Shopsoftware-Hersteller Shopware seine Lösung auch als Software-as-a-Service in der Cloud an. Internetworld.de hat mit Shopware-Vorstand Sebastian Hamann über die Details gesprochen.
(Quelle: Shopware )
Der "Shopware Community Day" ist immer für eine Neuigkeit gut - egal, ob das Event für Shopware-Kunden vor Ort oder wie in diesen Tagen wegen Corona digital stattfindet. In diesem Jahr hat der Shopsoftware-Hersteller aus Schöppingen zum Auftakt der Veranstaltung  den Schritt in die Cloud verkündet.
Während viele Shopsysteme schon seit längerem auch oder sogar ausschließlich als Software-as-a-Service aus der Cloud verfügbar sind, ist es bei Shopware jetzt ebenfalls soweit. "Wir haben schon 2016, mit Beginn der Entwicklung von Shopware 6, angefangen, die technologischen Grundsteine dafür zu legen, unsere Software künftig sowohl on Premise als auch aus der Cloud anzubieten", berichtet Shopware-Vorstand Sebastian Hamann.
Dazu gehört auch die Umstellung der Software-Architektur auf einen Headless- und API-First-Ansatz. Denn: "Für viele Anbieter wird es immer wichtiger, die Komplexität von E-Commerce-Projekten zu reduzieren. Und das gelingt am besten über die Cloud. Das gilt vor allem für Händler, die gerade am Anfang der Digitalisierung stehen, oder auch für Hersteller, die jetzt in den Direct-to-Consumer-Vertrieb einsteigen. Sie können mit einer Cloud-basierten Lösung zu sehr überschaubaren Kosten und binnen sehr kurzer Zeit loslegen - das ist ein immenser Vorteil gegenüber einer On-Premise-Lösung", so Hamann.

Rund 7.500 Shops setzen auf "Shopware 6"

Mittlerweile laufen gut 7.500 Shops komplett auf Shopware 6, "bis zum Jahresende wird diese Zahl noch deutlich zunehmen", sagt Hamann. Allein für die neuen Cloud-Versionen rechnet er bis Ende Dezember mit mehr als 10.000 Migrationen.
Allerdings verabschiedet sich Shopware nicht komplett vom Lizenzmodell, sondern fährt in Zukunft zweigleisig: Wer jetzt mit einer Cloud-Lösung einsteigt, kann später auf eine On-Premise-Lösung umsteigen, wenn etwa anhaltendes Wachstum neue Anforderungen an die verwendete Software stellt oder wenn steigender Umsatz eine SaaS-Lösung zu teuer macht. Ziel sei, so Hamann, Händlern zu ermöglichen, den kompletten Wachstumspfad mit nur einer Technologie zu beschreiten. Aufwändige Migrationsprozesse auf andere, leistungsfähigere Shopsysteme sollen dadurch überflüssig werden.
Die "Starter Edition" von Shopware soll das Aufsetzen des Online Shops möglichst einfach machen.
Quelle: Shopware
In der Cloud sind zunächst zwei Varianten verfügbar: die neue "Starter Edition" und die bereits bestehende "Professional Edition". Die Starter Edition ist vorwiegend für Startups und Unternehmensgründer gedacht, die schnell und kostengünstig auf den Markt wollen sowie für kleine Händler, die nicht über viel technisches Vorwissen verfügen.


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