Weniger als erwartet 30.01.2018, 08:56 Uhr

Starker Euro bremst SAP zum Jahresabschluss aus

SAP verdiente im vierten Quartal 2017 operativ weniger als von Analysten erwartet. Schuld daran ist der starke Euro. Dennoch bleibt das Ergebnis mit 2,36 Milliarden Euro im Vergleich zum Vorjahr stabil.
(Quelle: shutterstock.com/Cineberg)
Europas größter Softwarehersteller SAP ist im traditionell starken Schlussquartal vom starken Euro gebremst worden. Das um Sondereffekte bereinigte Ergebnis vor Zinsen und Steuern blieb im Vergleich mit dem Vorjahreszeitraum stabil bei 2,36 Milliarden Euro, wie das Dax-Unternehmen in Walldorf mitteilte. Damit hat SAP operativ weniger verdient als von Analysten erwartet. Der Umsatz wuchs um ein Prozent auf 6,81 Milliarden Euro. Ohne Wechselkurseffekte wären der Erlös wie auch das operative Ergebnis dagegen um 6 Prozent gewachsen.
Die operative Marge ging auch im vierten Quartal zurück. Auf Basis konstanter Wechselkurse habe SAP im vierten Quartal hier aber die Trendwende eingeleitet, sagte Finanzchef Luka Mucic. Für das neue Jahr hat sich das Unternehmen zum ersten Mal seit fünf Jahren wieder einen Anstieg der operativen Marge vorgenommen.
Größter Wachstumstreiber blieb bei SAP zum Jahresschluss das Geschäft mit Software zur Miete aus dem Internet, das sogenannte Cloud-Geschäft. Unter dem Strich kletterte der Nettogewinn im vierten Quartal vor allem wegen niedrigerer Steuern um mehr als ein Fünftel auf 1,87 Milliarden Euro. Die Finanzziele für 2017 erreichte SAP mit den Ergebnissen.

Milliardenzukauf in den USA

Daneben stärkt sich SAP  mit einem neuen Milliardenzukauf in den USA. Der Dax-Konzern will den Anbieter Callidus Software für 36 US-Dollar je Aktie übernehmen und damit insgesamt 2,4 Milliarden US-Dollar auf den Tisch legen.
Callidus bietet Software für den Vertrieb vor allem zur Miete aus dem Internet an. Die Callidus-Aktionäre müssen wie das Management noch zustimmen, zudem braucht SAP die Erlaubnis der Wettbewerbsbehörden. Ein Abschluss wird für das zweite Quartal 2018 erwartet. Callidus ist der erste Milliardenzukauf von SAP seit der Übernahme von Concur 2014. Zuletzt hatte sich das Unternehmen auf kleinere Zukäufe verlegt.



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