Ad Platforms 13.09.2018, 09:09 Uhr

Oath bündelt Ad-Tech-Lösungen

Oath hat die verschiedenen Ad-Tech-Lösungen von AOL und Yahoo in einer Suite zusammengeführt. CEO Tim Armstrong wird das Unternehmen Ende des Jahres verlassen.
(Quelle: Screenshot Oath )
Als das US-amerikanische Telekom-Unternehmen Verizon vor etwas über einem Jahr die Dachmarke Oath vorstellte, unter der die Marken und Ad-Tech-Produkte von AOL und Yahoo gebündelt wurden, war klar, dass es bei den Advertising-Technologien Redundanzen gibt. Nun hat das Unternehmen das Portfolio im Ad-Tech-Bereich vereinfacht und neu benannt: Oath Ad Platforms heißt das vereinheitlichte Angebot. Es ersetzt die bisherigen Ad-Tech-Lösungen Brightroll, One by AOL und Yahoo Gemini. Das Mobile-Analytics-Tool Flurry behält seinen Namen.
K. Guru Gowrappan
 Nachdem die Integration der verschiedenen Technologien abgeschlossen ist, wird Tim Armstrong, CEO von Oath, das Unternehmen Ende des Jahres verlassen. Ab Oktober wird K. Guru Gowrappan, bislang President und Chief Operating Officer, die Position des Chief Executive Officer (CEO) bei Oath übernehmen.
"Wir haben vier Demand-Side-Plattformen zu einer Lösung zusammengefasst und ein neues User Interface entwickelt" berichtet Markus Frank, Managing Director DACH bei Oath. Die neue Demand-Side-Plattform ist mit über 40 Exchanges verbunden, sodass Werbungtreibende darüber digitale Werbeplätze auf den Webseiten von AOL, Yahoo und anderen Sites aus dem Oath-Portfolio buchen können.

Ad Learn soll Performance verbessern

Zudem wurde die DSP mit einem Optimierungssystem ausgestattet, das "Ad Learn" heißt. Dieser Ad-Learn-Mechanismus schätzt die Performance einer Anzeige auf Basis von Live-Daten ein und erstellt eine Vorhersage. So soll jedem Nutzer die jeweils beste Werbung gezeigt werden.
Ford verwendet das 3D-Ad-Format von Oath
Yahoo hatte sich schon vor der Übernahme durch Verizon auf Native Advertising spezialisiert. Diese Spezialisierung bildet nun der "Native Marketplace" ab, der ebenfalls Teil der Oath Ad Platforms ist. Er liefert Display- und Mobile-Anzeigen-Formate auf den Oath-eigenen und auf Dritt-Seiten aus. Zu den Anzeigenformaten gehören 3D-Anzeigen und das Full-Screen-Adformat "Mobile Moments". Neu sind die von Oath als "E-Commerce-Formate" bezeichneten Werbeformen wie ein Carousel Ad und Anzeigen, die es Konsumenten ermöglichen, direkt darüber auf mobilen Geräten einzukaufen.
Beispiel für das Mobile-Moments-Format von Oath
Nicht nur für die Nachfrage-Seite auch für die Publisher-Seite hat Oath sein Technologie-Angebot vereinfacht: Mit "Oath Ad Platforms for Publisher" können Publisher Zugang zu den Werbekunden von Oath erhalten und ihre Werbeplätze von Oath vermarkten lassen, zum Beispiel mit Videowerbung. "Seit dem Launch von Oath vor etwa einem Jahr haben wir intensiv daran gearbeitet, die verschiedenen Plattformen für Agenturen, Werbetreibende und Publisher zusammenzuführen", sagt Frank: "Nun bieten wir eine einheitliche Plattform für die Kanäle Display, Video, Mobile und Native. Darüber hinaus werden wir bald Adressable TV und Programmatic Audio verfügar machen."



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