05.11.2009, 12:18 Uhr

Die sieben Todsünden im Social Media Marketing

Ob Youtube, Facebook oder Twitter - Social Media Plattformen sind aus der heutigen Internetlandschaft nicht mehr wegzudenken. Verständlich, dass Werbetreibende und Unternehmen auf diesen Zug aufspringen und den wachsenden Markt für ihre Kunden mit Instrumenten und Strategien erschließen wollen. Der Onlinemarketingberater Daniel Gremm erklärt, die sieben Todsünden im SMM.
Die 7 Todsünden im Social Media Marketing Foto: fotolia.com/Franz Pfluegl
Was Unternehmen und Werbetreibende im SMM falsch machen (Foto: Fotolia.com/Franz Pfluegl)
Social Media Marketing ist weniger eine Strategie oder ein Instrument, als vielmehr eine grundlegende Veränderung des Marketing- und Vertriebsdenkens im Internet.
Was Werbetreibende und Unternehmen im Internet bislang falsch machen
Im klassischen Marketing herrschen meist 1:n Beziehungen, Hierarchien und einseitige Kommunikationskanäle. Dies alles existiert im heutigen Internet dank Social Media vielfach nicht mehr. Werbetreibende und Unternehmen müssen sich somit im Internet an die neue Situation gewöhnen, nur noch einer unter vielen zu sein, zu kommunizieren und sich die Aufmerksamkeit ihrer Verbraucher immer wieder von Grund auf zu erarbeiten.
Ob Kryptonite im Jahr 2004 oder Jack Wolfskin Oktober 2009 - beide Unternehmen mussten exemplarisch für viele schmerzlich erfahren, welche Auswirkungen Kardinalfehler im Social Media Marketing haben. Diese sieben Todsünden im Social Media Marketing sollten Sie daher vermeiden:
Taubheit
Werbetreibende entwickeln Kampagnen und setzen sie planmäßig um. Der Verbraucher spielt dabei meist keine relevante Rolle. Wenn sich Verbraucher auf Social Media Sites nun negativ über ein Produkt oder ein Unternehmen äußern, führt dies oft erst dann zu Veränderungen im Marketing, wenn der Umsatz bereits gelitten hat und dadurch das Unternehmen aufmerksam wird.
Kritik-Aversion
Sehr viele Werbetreibende und Unternehmen betreiben ihr Geschäft seit Jahrzehnten. Deshalb glaubt man oft bis ins letzte Detail genau zu wissen, was die eigenen Kunden und Verbraucher wollen. Die Kritiken einzelner Verbrauchern auf Social Media Sites, die nicht selten direkt Produkteigenschaften betreffen, werden somit vielfach nicht wahrgenommen oder gar ignoriert. Da sich Verbraucher aber vor Kaufentscheidungen immer häufiger im Internet informieren und privaten Meinungen immer mehr vertrauen, kann eine einzelne Meinung mehrere potentielle Käufer beeinflussen, wie das genannte Beispiel Kryptonite letztlich eindrucksvoll belegt hat.
Täuschung
Das anonyme Internet läd geradezu ein, sich darin anonym zu bewegen, sich darzustellen und zu äußern. Warum also nicht auch in Diskussionen zu den eigenen Produkten oder zum eigenen Unternehmen als ein Verbraucher auftreten und versuchen, die Diskussion positiv zu beeinflussen? Dieser Versuchung erliegen immer mehr Unternehmen und Werbetreibende, jedoch geht dies nicht selten nach hinten los. Entweder trägt man dabei zu dick auf und fällt auf, man verplappert sich irgendwann einmal oder wird von einem Dritten enttarnt. Dieser Versuch, seine Verbraucher für dumm zu verkaufen, führt nicht selten zu einem negativen Echo in der Blogger-Szene. Da das Internet nichts vergisst, hängt den Unternehmen diese negative PR sehr lange nach.



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