12.09.2008, 09:43 Uhr

Second-Life-Marketing: Top-Tipps für den Geschäftserfolg in der virtuellen Online-Welt

Der Entwickler der 3D-Welt Second Life, Linden Lab, gibt Unternehmen Tipps, wie der Einstieg in die Virtualität klappt.
Second-Life-Screenshot
Unternehmen wie IBM experimentieren schon intensiv mit dreidimensionalen Welten
In den vergangenen zwei Jahren haben zahlreiche Unternehmen Einzug in die virtuelle Welt von Second Life gehalten – mit sehr unterschiedlichen Ergebnissen. Von Übungen mit virtuellen Marketing-Tools bis hin zur Erschaffung von 3D-Gemeinschaftsräumen für den betriebsinternen Gebrauch: Wer sein Unternehmen auf stabilen Erfolgskurs bringen möchte, muss seine Second Life-Aktivitäten an Strategien der virtuellen Welt anpassen. Die erfolgreichsten Marketingkampagnen basieren auf frischen und innovativen Ideen – virtuelle Rätsel und Schatzsuchen oder modifizierbare Angebote, die die Kreativität der Anwender anregen. Interaktionen in der virtuellen Welt lassen sich nicht allein in Seitenabrufen messen, sondern eher in Minuten, die ein Anwender mit einer bestimmten Marke verbringt. Aufwändige 3D-Umgebungen animieren dabei nicht nur zum Dialog mit qualitativ hochwertigem Inhalt, sondern führen darüber hinaus auch zum nachhaltigen Aufbau einer wirklich interaktiven Community.
Während das Wissen, wie sich virtuelle Welten unter Marketing-Aspekten nutzen lassen, noch am Anfang steht, ist bereits jetzt sicher: Virtuelle Welten werden in nicht allzu ferner Zukunft eine große Rolle für zukunftsorientierte spielen. Bislang war zwar vor allem von Marketingaktivitäten großer Unternehmen und Marken zu lesen. Doch Produkt- und Brand-Marketing sind nur ein kleiner Bruchteil des riesigen Potentials dieser neuen Plattform.
Die folgenden Tipps helfen Firmen und Organisationen, Second Life für sich zu nutzen:
Auge in Auge mit der Zielgruppe: Egal, ob Unternehmen in Second Life ihre eigene Community ins Leben rufen wollen oder einfach nur neue Zielgruppen suchen: Es ist wichtig, dass sie ihr Publikum gezielt ansprechen. Eine virtuelle Vespa beispielsweise beeindruckt nicht die ganze Second Life-Community. Sie mag aber bestimmte Interessengruppen und Fans ansprechen – vielleicht ist dies das Erfolgsrezept, Nischengruppen zu adressieren.
Marketing oder immersiver Arbeitsplatz? Unternehmen nutzen Second Life in erste Linie aus zwei Gründen: Sie wollen entweder in der virtuellen Welt Marketing-Präsenz zeigen oder das Kollaborations-Potenzial eines immersiven Arbeitsplatzes, also in dem der Nutzer immer stärker in virtuelle Welten eintaucht, für sich nutzen. Unternehmen sollten sich genau darüber im Klaren sein, was sie erreichen wollen. Nur so können sie die passende Strategie auswählen.
Second Life oder Second Life Grid-Technik? – In den Medienberichten wird meist vergessen, zu erwähnen, dass Linden Lab, der Gründer von Second Life mit dem Second Life Grid eine virtuelle "White Label"-Plattform geschaffen hat. Diese Technologie ermöglicht einem Unternehmen, einen öffentlichen oder einen privaten, geschützten Raum basierend auf der Second Life-Technologie zu schaffen. Das bedeutet: Unternehmen und Organisationen können eigene virtuelle Communitys – unabhängig von der Second Life-Gemeinschaft – einrichten und verwalten. Vielleicht ist genau dies die Lösung für unternehmensspezifische Anforderungen.

Second-Life-Markting: Top-Tipps für den Einstieg in die virtuelle Welt (Teil II)

Immer schön frisch bleiben! Potentielle Kunden und das Online-Publikum im Allgemeinen verlangen ständig nach Neuem, Spannendem und Noch-Nie-Da-Gewesenem. Dieser Innovationsdrang ist in der virtuellen Welt noch deutlich schneller als Unternehmen im realen Leben auf ihn reagieren können. Wer seine Zielgruppe immer im Auge behält und im stetigen Kontakt mit ihr steht, motiviert sie dazu, wiederzukommen.
Bau mit! Second Life User können auf eine Vielzahl an 3D-Modellierungs- und Schreibwerkzeuge zugreifen – daher sollten sie auch diese Möglichkeit nutzen können! Der Anwender kann Dinge personalisieren und an ihnen herumbasteln. Dies gehört zu den einzigartigen Funktionen, die Second Life bietet – eine Riesengelegenheit für Marketingverantwortliche.
Feedback, bitte! Second Life User sind kommunikationsfreudig. Sie nehmen kein Blatt vor den Mund und loben oder kritisieren alles und jeden. Dieses Feedback gilt es zu nutzen – es ist viel wert!
Rom wurde nicht an einem Tag erbaut: Virtuelle Welten sind noch immer recht jung. Das Internet startete erst 1995 seinen Erfolgsmarsch in heimische Wohnzimmer. Daher sollten Marken, die Second Life für sich nutzen wollen wissen, dass sie noch immer zur Vorhut der Entdecker einer Technologie gehören, die eines Tages ebenso großen Einfluss wie das Internet heute haben wird. Zu diesem Zeitpunkt ist es wichtig, die neuen Welten mit realistischen Erwartungen zu betreten. Klare Ziele und Strategien sind hierbei das A und O.
Klare Ziele: Unternehmen müssen eine genaue Vorstellung davon haben, was sie mit ihrer Präsenz in der virtuellen Welt erreichen wollen. Deshalb ist es wichtig, ein allgemeines Ziel zu formulieren: Was soll unbedingt mit der virtuellen Präsenz erreicht werden? Ein Pilotprojekt hilft hier weiter, denn so lässt sich feststellen, ob die Anforderungen eingehalten werden können und Erfolg versprechend sind. Wichtig dabei ist jedoch, sich realistische Ziele zu setzen und sich vorab genau über die Technologie, in die man investieren möchte, zu informieren.
Ohne genaue interne Richtlinien geht’s nicht: Alle Online Communities können Elemente enthalten, die nicht für Kinderaugen bestimmt sind. Außerdem müssen vollkommen neue zwischenmenschliche Interaktionen in Erwägung gezogen werden, die zuvor nie eine Rolle gespielt haben. Und wie sieht es aus mit der Trennung zwischen Internet am Arbeitsplatz und in der Freizeit? Wie lange dürfen Mitarbeiten surfen? Damit der Schritt in die virtuelle Welt allenthalben auf positives Feedback stößt, ist es wichtig, dass Unternehmen klare und unmissverständliche interne Richtlinien festlegen.
Go professional! Internet User aller Couleur und Unternehmen können Second Life zwar ohne weiteres erforschen und neue Wege entdecken. Dennoch müssen sie auch wissen, dass es für sie Grenzen gibt. In den vergangen Jahren sind Dutzende von professionellen Entwicklern wie Pilze aus dem Boden gesprungen – sie gründen ihren Erfolg auf ihrem Fachwissen. Die erfolgreichsten Unternehmen in Second Life haben fast alle von dieser Expertise profitiert. Weitere Informationen: www.secondlifegrid.net/programs/solpro/directory



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