Kundenansprache nach Maß 21.10.2018, 10:37 Uhr

Tools für die Shop-Personalisierung

Viele Software Tools sind darauf spezialisiert, Besuchern im Online Shop individuelle Inhalte zu zeigen. Wir stellen die wichtigsten Personalisierungsansätze vor.
(Quelle: shutterstock.com/SeventyFour )
Personalisierung im E-Commerce ­bedeutet "Relevanz". Nur wenn das Produktangebot, auf das der Shop-Besucher trifft, für ihn relevant ist, wird er neugierig bleiben, sich im Shop umschauen und vielleicht auch eines oder mehrere Produkte kaufen. Zahlreiche Software Tools wollen diese Relevanz erzeugen - im Shop mit Onsite- und außerhalb des Shops mit Offsite-Personalisierung. Diese Übersicht verdeutlicht die unterschiedlichen Möglichkeiten, wie Online Shops das Angebot, das ihre Besucher sehen, anpassen können.
Kaum ein Anbieter beschränkt sich nur auf eine Personalisierungsfunktion, meistens haben die Unternehmen mehrere ­Lösungen dafür im Portfolio. Nosto bietet beispielsweise Produkt­empfehlungen, Content-Personalisierung und Popups an, die dem ­Besucher Rabatte einblenden. Apptus wiederum passt die Naviga­tion, die ­Produktanzeige und die Ergebnisse der Suche im Shop an den Besucher an.
Viele Lösungen für die Shop-Personalisierung sind Cloud-­basiert. Sie werden über eine Schnittstelle mit dem Shop verbunden. Manche übernehmen die Funktion einer Datenbank oder "Daten-Engine", die anhand der gesammelten Profile Berechnungen für die verschiedenen Personalisierungsfunktionen durchführt.
So sehen die wichtigsten Maßnahmen für die Shop-Personalisierung aus:

Onsite-Personalisierung

Onsite-Personalisierung heißt, dass dem Shop-Besucher auf ihn zugeschnittene ­Inhalte gezeigt werden. Das kann auf mehreren Wegen erreicht werden. Ergebnisse in der Shop-Suche berücksichtigen die (vermuteten) Interessen oder soziodemografische Merkmale.
Tools für Content-Personalisierung fügen das ­gesamte Shop-Frontend individuell mithilfe von Machine Learning zusammen: Die Navigation wird angepasst, die Banner-Inhalte auf den Besucher zugeschnitten, der Content eingeblendet, von dem ein Algorithmus annimmt, dass sich der Besucher dafür­interessiert. Eine weitere Form der Onsite-Personalisierung ist, Popups oder Layer mit unterschiedlichen Motiven einzublenden. Sie können den Besucher beispielsweise auffordern, den Newsletter zu abonnieren, eine App zu installieren oder ihm auch einen Rabatt anbieten.

Recommendation Engine

Recommendation Engines gehören auch zur Onsite-Personalisierung. Mit einer Recommendation Engine können Online Shops Produktempfehlungen einblenden, die beim Kunden einen Kauf­impuls auslösen sollen. Dafür wird das Klick- und Kaufverhalten des Shop-Besuchers erfasst. Auf Basis dieser Daten werden diesem entweder auf der Startseite oder auf der Produktdetailseite Produkt- oder Content-Empfehlungen gezeigt, die zu seinem Interesse passen könnten.
Die Idee dahinter ist: Je relevanter die gezeigten Produkte für den Besucher sind, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass er einkauft. Die hohe Kunst ist vorauszusagen, welche Produktempfehlungen zu welchem Besucher passen. Dafür setzen die Tools-Anbieter auf maschinelles Lernen, das häufig als "Artificial Intelligence" vermarktet wird.
Beispiel für Produktempfehlungen im Shop von Hagebau



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