Payment News KW 27 01.07.2019, 10:11 Uhr

Zwei-Faktor-Authentifizierung: In Einzelfällen Übergangsfristen

Die Payment-News der Woche: Europäische Bankenaufsicht EBA erlaubt in Einzelfällen Übergangsfristen bei der Zwei-Faktor-Authentifizierung / Sparkassen und Volksbanken ermöglichen bald Apple Pay / Paypal baut in Berlin Stellen ab
(Quelle: shutterstock.com/mirtmirt)
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News

Europäische Bankenaufsicht erlaubt Übergangsfristen bei Zwei-Faktor-Authentifizierung: Die European Banking Authority (EBA) hat  bei der Umsetzung der Zwei-Faktor-Authentifizierung Übergangsfristen eingeräumt. Diese sollen allerdings nur in Einzelfällen gelten und auch nur, wenn das betroffene Unternehmen schlüssig darlegen kann, wann und wie die Regelungen umgesetzt werden sollen. Absegnen muss die Fristverlängerung die nationale Aufsichtsbehörde, in Deutschland also die BaFin (Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht). Die Zwei-Faktor-Authentifizierung tritt mit der EU-Zahlungsdiensterichtlinie PSD2 am 14. September 2019 in Kraft. >>> Handelsblatt.com (Premium) >>> Allaboutpayment.de
Sparkassen und Volksbanken führen Apple Pay ein: Die Sparkassen haben bestätigt, dass sie ihren Kunden bis zum Jahresende das mobile Bezahlverfahren Apple Pay anbieten wollen. Das genaue Datum steht jedoch noch nicht fest. Zu Beginn werden die Kunden auch nur per Kreditkarte bezahlen können, die Integration der bei deutschen Bankkunden beliebten Girocard soll erst später erfolgen. Bislang haben sich die Sparkassen zugunsten ihrer eigenen Mobile-Payment-Lösung gegenüber Apple Pay zurückhaltend gezeigt. Auch die Volks- und Raiffeisenbanken wollen Apple Pay bis Jahresende anbinden. >>> Internetworld.de >>> Heise.de
Jugend akzeptiert Mobile Payment nur langsam: Das Internet und auch Smartphones ändern das Finanzverhalten von Jugendlichen nur langsam. Zwar wünscht sich ein gutes Drittel mehr Möglichkeiten, mit Smartphones zu bezahlen, die anderen zwei Drittel greifen aber noch immer gerne zu Münzen und Scheinen. Auch bei jungen Menschen wirken Sicherheitsbedenken als Bremse. Das sind Ergebnisse der Studie "W2 Jugendfinanzmonitor", die das Meinungsforschungsinstitut Forsa für die Auskunftei Schufa erhoben hat. Dennoch glaubt die große Mehrheit der 16- bis 25-Jährigen, dass sich digitale Bezahlmethoden, darunter auch Kryptowährungen durchsetzen werden. >>> CIO.de
Paypal will umstrukturieren und Stellen abbauen: Paypal will seinen Standort in Berlin Wilmersdorf "neu strukturieren". Im Zuge dessen sollen nach Angaben der Gewerkschaft Verdi kurzfristig 309 Stellen von 355 Stellen wegfallen. Teile der Arbeit der Teams in Wilmersdorf sollen an andere Paypal- oder Standorte externer Partner verlegt werden. Die betroffenen Mitarbeiter sind dem Unternehmen zufolge für die Händler- und Kundenbetreuung zuständig. >>> Internetworld.de  >>> Spiegel.de
Politik denkt über Krypto-Euro nach: Die Unionsfraktion im Bundestag hat sich für die Einführung eines digitalen Euros ausgesprochen. "Wir möchten die Vorteile der Blockchain-Technologie von der Schattenwirtschaft in legale und seriöse Geschäftsmodelle überführen", heißt es in einem Entwurf eines Eckpunktepapiers. Der digitale Euro sollte von den Zentralbanken ausgegeben werden und könnte dann auch zum Kauf anderer Kryptowährungen genutzt werden. Er könne vor allem im grenzüberschreitenden Zahlungsverkehr eine schnelle und kostengünstige Lösung darstellen, heißt es weiter. Der Vorschlag ist eine Reaktion auf die Ankündigung von Facebook, mit "Libra" eine weltweite Kryptowährung schaffen zu wollen. >>> Faz.net  
Payment Summit 2019
Vorträge von Top-Experten zu Payment-Strategien, neue Lösungen in der Welt des Bezahlens, nützliche Kontakte und bester Service erwarten Sie beim Payment Summit am 6./7. November 2019 in Hamburg. Sichern Sie sich jetzt Ihr Crazy-Bird-Ticket >>>
Quelle: Ebner Media Group
Folgen von Facebooks "Libra": Die Zentralbank der Notenbanken warnt vor unkontrollierten Währungen wie dem "Libra". Dies berge Risiken, nicht nur für die Finanzstabilität, sondern auch für den Datenschutz, den Wettbewerb und den Verbraucherschutz. Bundesbank-Vorstand Joachim Wuermeling warnte davor, dass im Geldverkehr der "wilde Westen" zurückkehre. Was genau Facebook mit "Libra" vorhat, hat Internetworld.de noch einmal zusammengefasst. >>> Internetworld.de >>> Faz.net
Wie Händler sich vor Betrug mit gestohlenen Identitäten schützen können: Studien zufolge ist in den letzten sechs Jahren weltweit ein Schaden in Höhe von 112 Milliarden US-Dollar durchbetrug mit gestohlenen Identitäten entstanden. Ein Identitätsbetrug liegt vor, wenn persönliche Daten gestohlen wurden, so etwa Namen, Geburtsdatum, Adresse und weitere Details. Gerade im Online-Handel nimmt diese Betrugsform zu, beobachtet Ratepay-Geschäftsführerin Miriam Wohlfarth. Doch es gibt einige Alarmsignale, die auf gestohlene Identitäten hinweisen wie etwa auffällige E-Mail-Adressen oder mehrfach verwendete Kreditkartendaten. >>> Internetworld.de
Google Pay und Paypal weiten gemeinsame Bezahloption aus: Schon seit vergangenem Jahr können Nutzer, die Paypal  als Zahlungsmethode bei Google Pay angegeben haben, damit auch für Google-Angebote zahlen. Nun kommt eine ähnliche Integration für Online-Händler dazu, die Google Pay auf ihrer Website oder in ihrer mobilen App als Zahlungsmethode aktiviert haben. Die neue Paypal-Option für Google Pay wird es in allen 24 Märkten geben, in denen Kunden ein PayPal-Konto mit Google Pay verknüpfen können. >>> Internetworld.de

Kurz notiert


  • Die Auskunftei Crifbürgel bietet einen Service für Privatkunden an, mit dem sie überprüfen können, ob ihre Identität oder Teile persönlichen Daten im Web und im Dark Net gestohlen oder missbraucht wurden. >>> mehr
  • Der Payment-Dienstleister Wirecard bringt auf den Philippinen eine Zahlkarte auf den Markt, mit der Kunden bargeldlos in Läden, im Web und auch in Apps bezahlen können. >>> mehr  
  • Das Kreditkartenunternehmen Mastercard hat gemeinsam mit der Bank Ing Turkey eine Lösung für die Akzeptanz von Kreditkartenzahlungen für Klein- und Kleinstunternehmen in der Türkei gestartet. >>> mehr

Schon gewusst...?

Der Mensch macht Online-Banking unsicher: 300 Betrugsfälle mit einem Gesamtschaden von fünf Millionen Euro hat der Bankenversicherer R+V Versicherung beim Online-Banking allein für das erste Halbjahr 2019 verzeichnet. Hauptproblem ist dabei der Mensch: Rund die Hälfte der Online-Banking-Nutzer erledigt ihre Geldgeschäfte auch über ein öffentliches WLAN, etwa am Flughafen, hat eine Studie des Bitkom ergeben. 40 Prozent nutzen fremde Geräte, etwa den Rechner am Arbeitsplatz oder das Handy eines Freundes. 19 Prozent haben schon Zugangsdaten zum Online-Banking an Familienmitglieder und Freunde weitergegeben. Fazit: Die größte Sicherheitslücke beim Online-Banking ist der Nutzer selbst. >>> Faz.net  >>>  IT-Finanzmagazin.de



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