Neuer großer Händler 30.11.2016, 10:06 Uhr

Paydirekt: Rakuten integriert die Zahlart

Nach und nach kann Paydirekt einige namhafte Händler vorweisen. Ob das für den Durchbruch reicht, ist aber fraglich. Denn das von Paydirekt viel beschworene Weihnachtsgeschäft ist schon voll im Gange.
(Quelle: shutterstock.com/JohannesS)
Nach den Shops der Media-Saturn-Gruppe kann Paydirekt, das Online-Payment der deutschen Banken und Sparkassen, den Live-Gang eines weiteren großen Händlers vermelden: Der Marktplatz Rakuten ermöglicht seinen Kunden ab sofort das Bezahlen via Paydirekt. Um den Käufern den Einsatz des Payment-Verfahrens besonders schmackhaft zu machen, erhalten sie in der Zeit vom 6. bis 10. Dezember einen Rabatt von zehn Euro, wenn sie mit Paydirekt bezahlen - allerdings nur bei einem Mindestbestellwert von 25 Euro. 
"Der deutsche Bankkunde ist seinem Geldinstitut treu, möchte aber beim Online-Einkauf nicht auf den Komfort eines direkten Zahlverfahrens verzichten", begründet Guido Schulz, COO von Rakuten Deutschland, den Schritt. "Mit Paydirekt können wir unseren Kunden nun beide Vorteile in einer Zahlart bieten." 
Ebenfalls neu ist die Akzeptanz von Diner Club-Kreditkarten. Damit bietet Rakuten seinen Kunden jetzt insgesamt zwölf verschiedene Payment-Verfahren zur Auswahl an. Rakuten ist seit jeher sehr offen für neue Bezahlverfahren: Der Marktplatz hatte auch Yapital, das Mobile-Payment-System der Otto-Gruppe, bis zu seiner Einstellung im Portfolio. Daneben sind bei Rakuten auch kleinere Anbieter wie etwa Barzahlen.de integriert.
"Wir möchten unseren weltweiten Status als Innovator auch in Deutschland beweisen", so Schulz. "Als Plattform, die zwischen Kunden und Händler steht, haben wir den Anspruch, die Bedürfnisse beider Seiten bestmöglich zu erfüllen. Das gelingt nur, wenn man stetig Trends verfolgt, bewertet und integriert."

Hoffen auf das Weihnachtsgeschäft

"Mit Rakuten erweitern wir pünktlich zum Weihnachtsgeschäft unser Händlerportfolio um eine weitere wichtige E-Commerce-Plattform, die mit mehr als 7.000 Händlern ein breites Produkt-Spektrum bietet", freut sich Paydirekt-Geschäftsführer Niklas Bartelt. 
Gut 360 Shop bieten mittlerweile Zahlungen via Paydirekt an, darunter der Mode-Shop Adler, die Elektronik-Shops Alternate und Mindfactory, der Lebensmittel-Lieferdienst MyTime.de sowie die Shops von Media Markt und Saturn. Dennoch ist die Akzeptanz von Paydirekt noch immer verhalten: Medienberichten zufolge sehen viele Händler keinen Grund, Paydirekt zu integrieren, es drohe ein schwaches Weihnachtsgeschäft, schrieb etwa unlängst das "Handelsblatt". Auch die Zahl der angemeldeten Nutzer bleibe hinter den Erwartungen zurück.
Dabei soll das Weihnachtsgeschäft den Durchbruch für Paydirekt bringen: "Im Weihnachtsgeschäft wollen wir ein bedeutsamer Anbieter sein", kündigte Geschäftsführer Bartelt Anfang November an. Gelingt dies nicht, könnte das massive Auswirkungen auf die Zukunft des Payment-Systemshaben.



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