Payment News KW 50 09.12.2019, 09:30 Uhr

EU-Staaten halten Libra-Verbot für denkbar

Die Payment-News der Woche: EU-Staaten behalten sich Verbot von Facebook Kryptowährung Libra vor / Authentifizierung: Kunden wollen einbezogen werden / Klarna löst PayPal in Online-Casinos ab / Digitale Kredite für Kleinunternehmen
(Quelle: shutterstock.com/mirtmirt)
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News

EU-Staaten halten Libra-Verbot für denkbar: Globale Digitalwährungen wie Facebooks Libra müssen sich in Europa auf einigen Widerstand einstellen. In Europa solle keine Kryptowährung starten, solange rechtliche, regulatorische und aufsichtstechnische Fragen ungeklärt seien. Das stellten die EU-Finanzminister und die EU-Kommission in einer gemeinsamen Erklärung klar. Nahezu zeitgleich hat die Europäische Zentralbank sich unter bestimmten Umständen dazu bereit erklärt, eine eigene digitale Währung einzuführen. >>> Internetworld.de  >>> Die-Bank.de
Großes Interesse an PayPal und Google Pay: PayPal ist das Bezahlverfahren in Deutschland, nach dem Internetnutzer am häufigsten bei Google suchen. Rund fünf Millionen Mal pro Monat suchten Nutzer im Schnitt zwischen Januar und Oktober nach dem Zahlungsdienstleister. Das hat eine Auswertung des SEO-Lösungsanbieters SEMRush ergeben. Die größten Zuwächse bei der Anzahl der Suchanfragen verzeichneten die Begriffe "Google Pay", "Apple Pay" und "Amazon Pay". >>> Wallstreet-Online.de 
Digitalisierung beim Banking: Aus der Customer Journey ist das Internet auch beim Banking nicht mehr wegzudenken. 92 Prozent der Bankkunden suchen und vergleichen online Bankprodukte, bevor sie sich entscheiden, so die repräsentative GfK-Studie "Customer Journey Banking 2019", die Google und der Deutsche Sparkassen- und Giroverband in Auftrag gegeben haben. Jede zweite Google-Suche nach einem Bankprodukt kommt dabei heute schon von einem Smartphone. Und: Auch ein Drittel der Abschlüsse findet bereits online statt. >>> IT-Finanzmagazin.de  
Kunden wollen bei Authentifizierung einbezogen werden: Die große Mehrheit der Bankkunden will alle Transaktionen explizit genehmigen. Ein Viertel kann sich vorstellen, bei bestimmten Transaktionen - etwa bis zu einem Betrag von 100 Euro - auf eine Authentifizierung zu verzichten. Nur sechs Prozent halten eine Genehmigung für nicht nötig. Das hat eine Online-Befragung im Auftrag des Fintech-Lösungsanbieters Entersekt ergeben. 30 Prozent nutzen für die Freigabe am liebsten ihren Fingerabdruck, 23 Prozent eine Pin oder ein Passwort, 20 Prozent eine mobile TAN. Prinzipiell gilt: Sicherheit ist wichtiger als Bequemlichkeit. Deswegen verzichtet jeder zweite auf Mobile Banking. >>> Entersekt.de (Pressemitteilung)  
Comdirect führt als erste Direktbank Negativzinsen ein: Kunden der Comdirect sollen ab Januar 2020 für Einlagen von mehr als 250.000 Euro ein "Verwahrentgelt" in Höhe von 0,5 Prozent bezahlen. Damit führt einer Analyse des Verbraucherportals Biallo zufolge die erste Direktbank Strafzinsen für Spareinlagen ein. Im breiten Privatkundengeschäft sollen Negativzinsen aber weiterhin vermieden werden, so die Bank. Mittlerweile verlangen mehr als 150 Geldhäuser Strafzinsen, 59 davon auch im Privatkundengeschäft. >>> N-TV.de
Klarna löst PayPal als Bezahlverfahren in Online-Casinos ab: Nachdem PayPal aus regulatorischen Gründen keine Zahlungen mehr in Online-Casinos abwickelt, ist der schwedischen Zahlunsgdienstleister Klarna dort in die Zahlungsabwicklung eingestiegen. Auch der schwedische Wettbewerber Trustly bemüht sich um die Kunden an den Online-Spieltischen. Zu den klassischen Bezahlverfahren in Online-Casinos gehören die Kreditkarte und die Banküberweisung. >>> DieOberoesterreicherin.at
Digitaler Kredit für kleinere Unternehmen: Das Schweizer Fintech Teylor vergibt über ein selbstentwickeltes digitales Kreditantragsverfahren Kredite an kleine und mittelständische Unternehmen in Deutschland. Hinter dem Angebot steht eine Kooperation mit der Solarisbank. Neben der direkten Vergabe vermarktet Teylor die Lösung auch als Software-as-a-Service-basierte White-Label-Lösung. Sie soll  Banken bei der Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse unterstützen. >>> Banking-Hub.de

Kurz notiert

  • Das israelische Fintech Credorax betritt den deutschen Markt und bietet in Kooperation mit dem deutschen Fintech Raisin Geldanlage-Produkte auf der Raisin-Plattform Weltsparen.de an. >>> mehr
  • Der Aschheimer Zahlungsdienstleister Wirecard wickelt alle digitalen Zahlungen in den europäischen Online-Shops von Playmobil ab. >>> mehr
  • Der Payment Service Provider Computop hat seine Kartenterminals mit einer Schnittstelle des Schweizer Anbieters Treibauf ausgestattet, sodass die Kartenterminals sich nun mit mehr als 100 gängigen Kassensystemen am Point of Sale verknüpfen lassen.  >>> mehr
  • Die Online-Geschäftsbank Penta hat angekündigt, ihre Kundenzahl bis Ende 2020 auf rund 50.000 verdreifachen zu wollen. >>> mehr  

Schon gewusst...?

Giro- und Kreditkarten sind Sondermüll: Auch wenn die Giro- oder die Kreditkarte bequem ins Portemonnaie passt - sie ist laut Gesetzgeber ein Elektrogerät. Schuld ist der Chip auf der Karte. Und damit gehört sie nicht in den Hausmüll, sondern auf den Wertstoffhof. Zu erkennen ist das übrigens an dem aufgedruckten Symbol einer durchgestrichenen Mülltonne. Zuständig für die Umsetzung der Entsorgungsregeln ist die Stiftung Elektro-Altgeräte Register. >>> Faz.net



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