Navigation via Alexa 14.01.2019, 14:52 Uhr

Kartendienst Here startet Zusammenarbeit mit Amazon

Der Kartendienst Here arbeitet mit Amazon an einer neuen Navigationslösung auf Basis von Alexa Auto. Damit erhalten Autohersteller eine sprachgesteuerte Komplettlösung für die Wegführung im Fahrzeug.
(Quelle: Shutterstock.com/dennizn )
Alexa, bring mich bitte schnell nach Hause: Während viele Automobilhersteller die CES dazu genutzt hatten, um ihre autonomen Lösungen für die Fortbewegung der Zukunft zu präsentieren, will Here in erster Linie die Navigation im Auto vereinfachen. Hierzu ist der Kartendienst eine Partnerschaft mit Amazon eingegangen, aus der eine sprachgesteuerte Komplettlösung für die Wegführung hervorgehen soll.
Die Lösung basiert auf Alexa Auto und ist künftig fester Bestandteil von "Here Navigation On-Demand". Automobilhersteller erhalten mit der Lösung eine vollständig Navigation samt Sprachsteuerung. Der Assistenten greift für die Routenplanung auf Live-Verkehrsinformationen zu und soll zudem den Fahrer bei der Suche von lokalen POIs unterstützen.
Darüber hinaus unterstütze Alexa auch Dienste abseits der Wegführung. So kann der Assistent etwa Erinnerungen oder Notizen sprachgesteuert aufnehmen und den Fahrer an anstehende Termine erinnern. In der Zukunft könnte die Lösung zudem durch die Integration der "Here Open Location Platform" um einen ortsabhängigen Kontextbezug ergänzt werden. Dadurch würde bei der Fahrt beispielsweise der Befehl "Alexa, wo muss ich abbiegen" für den Start einer präziseren Navigationsanweisen genügen.

Von der App zum universellen Navigations-Dienst

Here wurde ursprünglich als Kartendienst für Nokia-Smartphones entwickelt. Im Jahr 2015 wurde die Technologie dann von den deutschen Autobauern Audi, BMW und Daimler zu gleichen Teilen übernommen. Seither sind mit Intel, Bosch und Continental weitere namhafte Player bei dem Kartendienst mit eingestiegen. Die gemeinsame Expertise soll dabei helfen, Here als überzeugende Alternative zu Google Maps und Apple Karten zu etablieren. Gleichzeitig wollen die Autohersteller die Here-Technologie dazu nutzen, um möglichst aktuelle Daten für das autonome Fahren zu gewinnen.



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