Ende der Testphase 04.10.2016, 12:15 Uhr

Mit Mastercard per Selfie und Fingerabdruck bezahlen

Ab sofort können User mit Mastercard finanzielle Transaktionen via Selfie und Fingerabdruck verifizieren. Dadurch sollen Kaufabbrüche, die durch lästige Passworteingaben hervorgerufen werden, verhindert werden.
(Quelle: Shutterstock.com/Dean Drobot)
Seit heute ist mit Mastercard der lang angekündigte Identity Check offiziell gestartet. Jetzt können in zwölf Ländern - darunter Deutschland, Österreich, Großbritannien und den Niederlanden - Mastercard-Kunden Artikel auch per Selfie und Fingerabdruck bezahlen. Das neue Zahlungsverfahren nutzt für die Verifizierung der Identität des Users biometrische Verfahren, womit einzigartige Körpermerkmale wie der Fingerabdruck oder Gesichtszüge identifiziert werden können. Mit der Einführung der neuen Zahlungsmethode will Mastercard vor allem von dem derzeitigen Selfie-Hype profitieren.

Kaufabbrüche verhindern

Beim Bezahlen via Selfie macht der User zunächst ein Foto seines Gesichts, um seine Identität zu bestätigen. Tätigt er dann Einkäufe, muss er jedes Mal ein neues Bild aufnehmen, das ein Algorithmus dann mit dem Original vergleicht - ähnlich funktioniert das Bestätigen via Fingerabdruck. Die Art des Bezahlens soll Händlern eine größere Bandbreite an Payment-Möglichkeiten zur Verfügung stellen - und vor allem Kaufabbrüche verhindern. Denn nicht selten verlassen User während eines Kaufvorgangs die Seite, wenn es darum geht, ein Passwort einzugeben. Vor allem mobil empfinden das viele User als störend.
Mit dem Identity Check von Mastercard soll zukünftig keine Passworteingabe beim Online Shopping mehr notwendig sein. Außerdem soll durch das Bezahlen via Selfie oder Fingerabdruck mehr Sicherheit für die User und deren Transaktionen gewährleistet werden. "Unser Ziel ist es, Karteninhabern und Händlern möglichst reibungslose Online-Zahlungserlebnisse zu ermöglichen, ohne dabei irgendwelche Kompromisse bei der Sicherheit einzugehen", so Ajay Bhalla, President von Enterprise Risk und Security bei Mastercard.
Der weltweite Rollout ist in mehreren Phasen für das Jahr 2017 vorgesehen.

Testphase in den Niederlanden, USA und Kanada

Die Testphase der neuen Bezahlmethode verlief in den Niederlanden, den USA und Kanada zunächst mit 500 Probanden.
Die Nutzer mussten die Mastercard-App installieren, über die sie dann mit Fingerabdruck oder Gesichtserkennung die Autorisierung beim Bezahlvorgang durchführen konnten. Um zu gewährleisten, dass die App nicht mittels davorgehaltenen Fotos überlistet wird, mussten die User bei der Aufnahme blinzeln.

Mobile Payment ist in Deutschland auf dem Vormarsch: Es gibt immer mehr Apps, mit denen Bezahlen auf dem Smartphone alltäglich wird. INTERNET WORLD Business stellt zehn Anwendungen vor.





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