Strategische Partnerschaft 24.09.2018, 16:16 Uhr

Microsoft, SAP und Adobe gründen Open Data Initiative

Die großen Tech-Unternehmen Microsoft, SAP und Adobe haben die Gründung einer gemeinsamen Initiative auf Microsofts Kundenmesse Ignite verkündet. Die "Open Data Initiative" soll Kunden helfen, "mehr Wert aus ihren Datenbeständen zu schöpfen".
Satya Nadella, CEO von Microsoft
(Quelle: Rajat Gupta)
Die Technologie-Schwergewichte Microsoft, SAP und Adobe haben am Montag eine gemeinsame Initiative für offene Daten angekündigt. Damit sollen die Kunden befähigt werden, "mehr Wert aus ihren Datenbeständen zu schöpfen", teilten die Unternehmen auf Microsofts hauseigener Kundenmesse Ignite in Orlando (Florida) mit.

Heute seien Daten eines der wichtigsten Werkzeuge eines Unternehmens, erklärte Alex Atzberger von SAP. Bislang steckten zu viele jedoch in Silos aus verschiedensten Anwendungen und könnten nicht gemeinsam genutzt werden. Das soll sich mit der Open Data Initiative ändern. Sie sei ein erster Schritt, den die drei Konzerne in die Wege geleitet hätten. Auch für andere Unternehmen soll die Initiative künftig offen stehen.
Die gemeinsame Initiative für offene Daten soll sich dabei auf drei Leitlinien stützen:
  • Die Unternehmen behalten die direkte Kontrolle über alle ihre Daten.
  • Kunden können mit Hilfe von KI-gesteuerten Geschäftsprozessen Informationen über einheitliche Verhaltens- und Betriebsdaten ableiten.
  • Ein umfassendes Ökosystem aus Partnern soll die Nutzung eines offenen Datenmodells sowie die Erweiterung der Lösung ermöglichen.

Beseitigung von Datensilos

Basierend auf diesen Prinzipien liegt der Schwerpunkt der Open Data Initiative auf der Beseitigung von Datensilos und der Ermöglichung einer einheitlichen Sicht auf den Kunden. Zudem soll sie die Unternehmen dabei unterstützen, ihre Daten besser zu verwalten und Initiativen zum Schutz der Privatsphäre und der Sicherheit zu fördern.
"Adobe, Microsoft und SAP arbeiten zusammen, um die Kategorie Customer Experience Management neu zu definieren", sagt Shantanu Narayen, CEO von Adobe. "Gemeinsam werden wir Unternehmen die Möglichkeit geben, große Mengen an Kundendaten zu nutzen und zu verarbeiten, um personalisierte, skalierbare Kundenerlebnisse in Echtzeit zu liefern."
Für die Realisierung soll der Datenaustausch zwischen den einzelnen Anwendungen und Plattformen der drei Unternehmen gewährleistet werden, die auf Microsofts Cloud-Plattform Azure bereitstehen. Unternehmen wie Coca-Cola, Unilever und Walmart haben demnach die Initiative begrüßt und wollen sie technologisch unterstützen.



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