13.07.2009, 17:34 Uhr

Social Media als Klassengesellschaft?

Schlechte Nachrichten für MySpace: Das soziale Netzwerk entwickelt sich mehr und mehr zum Netzwerk der Unterprivilegierten, während Facebook die akademisch gebildete, überwiegend weiße Mittel- und Oberschicht der USA anspricht.
(Foto: Fotolia.de/MACLEG)
Diese These vertritt Ethnographin Danah Boyd, die sich seit Jahren mit den sozialen Auswirkungen digitaler Vernetzung befasst. Die Social Networks in den USA, glaubt Boyd, sind nicht die Gemeinschaft stiftenden Orte des Dialogs, für die sie mancher hält, erklärt Boyd in Ihrem Vortrag : "MySpace ist inzwischen mehr so eine Art Ghetto", zitiert die Forscherin eine 14-Jährige.
Tatsächlich aber gibt es neben Boyds Interviews mit Teenagern auch statistisches Material, das zeigt, dass Merkmale wie Herkunft und Bildungsstand bei der Wahl des sozialen Netzwerks eine Rolle spielen, berichtet . Eine Befragung der Kommunikationswissenschaftlerin ergab, dass die Collegestudenten, deren Eltern eine gut gebildet waren, weniger wahrscheinlich MySpace-Mitglied waren.
Was denken Sie: Haben die deutschen User von Facebook eine höhere Bildung als die von MySpace?



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