Studie: "Smart TV - Fernsehen der Zukunft?" 19.02.2013, 11:06 Uhr

Online-Funktionen werden kaum genutzt

Internetfähige Fernseher sind heute in deutschen Wohnzimmern keine Seltenheit mehr. Doch zum Online-Einsatz kommen tatsächlich nur die wenigsten. Das ist das Ergebnis des W3B-Reports von Fittkau & Maaß Consulting. Demnach nutzen nur 13 Prozent der befragten deutschen Internet-Nutzer regelmäßig die Online-Anbindung ihres Smart TVs.
Smart, smarter, Smart TV: Internetfähige TV-Geräte sind die Zukunft des Fernsehens und als solches bereits in den meisten Wohnzimmern der deutschen Internet-User angekommen. Bereits bei jedem dritten der über 100.000 befragten Online-Nutzer des W3B-Reports von Fittkau & Maaß Consulting steht heute ein internetfähiges Fernsehgerät - ein Smart TV.
Doch wie die Studie auch zeigt, kommen die smarten Fernseher für die Online-Nutzung selten bis nie zum Einsatz. Offenbar klaffen Besitz und Nutzung noch weit auseinander: Lediglich 13 Prozent der befragten deutschen Internet-Nutzer geben an, regelmäßig die Online-Anbindung ihres Smart TV zu nutzen. Weniger als ein Drittel tut dies zumindest gelegentlich. Die Rolle des Smart TVs als Internet-Zugangsgerät ist der Analyse zufolge somit derzeit kaum von Bedeutung.
Hinzu kommt: Die wenigen Personen, die mit dem Smart TV online gehen, tun dies in den seltensten Fällen, um im Internet zu surfen beziehugnsweise Web-Inhalte und -Anwendungen zu nutzen. Nur 14 Prozent der Smart TVs wurden im letzten halben Jahr eingesetzt, um damit per Browser durchs Web zu surfen, so die Studie. Und lediglich vier Prozent dienten als Plattform, um soziale Netzwerke wie Facebook zu nutzen.
Der wichtigste Einsatzbereich der vorhandenen Smart TVs sei heute immer noch das Ansehen von Filmen. Gut jeder fünfte Befragte hat im letzten Halbjahr mit dem Smart TV Sendungen aus dem Archiv eines Fernsehsenders angeschaut. Fast ebenso viele haben in diesem Zeitraum Filme aus kostenlosen Videoportalen wie YouTube gesehen. Das Musikhören via Smart TV ist mit knapp 15 Prozent Nutzern im letzten halben Jahr ähnlich verbreitet wie das Internet-Surfen.
"Noch stellen Smart TVs trotz 'smarter' Funktionen und Internetfähigkeit für die meisten ihrer Nutzer nicht viel mehr dar als ein ganz gewöhnliches Gerät zum Fernsehen“, so Holger Maaß von Fittkau & Maaß Consulting. Den Weg in die deutschen Wohnzimmer findet das Internet somit weniger über Smart TVs als vielmehr über andere Endgeräte - allen voran Laptops und Tablet PCs. Diese sind aus Sicht der Nutzer offensichtlich für die Online-Nutzung im Wohnbereich weitaus besser geeignet.
 



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