26.06.2009, 09:56 Uhr

IVW will Page Impressions mit Werberelevanz verknüpfen

Die IVW plant, die umstrittene Messgröße (PI) ab 2010 nicht mehr in ihrer online abrufbaren Gesamttabelle der gelisteten Websites auszuweisen. Damit reagiert das Gremium auf die ohnehin stark gesunkene Relevanz des Leistungswertes.
IVW will Page Impressions als Währung abschaffen (Foto: Fotolia.de/Falko Matt)
PIs würden künftig erst beim individuellen Aufruf der einzelnen Angebote sichtbar, berichtet Horizont. „Bisher wurde grundsätzlich jeder Seitenaufruf eines Nutzers gezählt. Nach gegenwärtigem Diskussionsstand in den zuständigen IVW-Gremien sollen künftig nur noch die Klicks auf potenziell werbeführende Seiten berücksichtigt werden", wird Jörg Bungartz zitiert, der bei der IVW für die Online-Ausweisung zuständig ist.
"Page Impressions bleiben Leistungsgröße", relativierte die IVW den Bericht. "Allerdings sehen alle Marktpartner die Notwendigkeit, diese Messgröße den aktuellen Entwicklungen und Marktanforderungen im Hinblick auf Technik, Inhalte und Nutzerverhalten anzupassen."
Derzeit werde ein Maßnahmenpaket diskutiert, das neue Definitionen und wesentliche Erweiterungen und Differenzierungen der Leistungswerte zum Gegenstand hat. Unter anderem sollen Page Impressions künftig stärker an die tatsächliche Werberelevanz des Nutzungsvorgangs geknüpft werden. "Darüber hinaus ist es unser gemeinsames Ziel, Leistungswerte wesentlich stärker in Zusammenhang mit Herkunft, Plattformen und Inhalten in Form eines multidimensionalen Kategoriensystems zu differenzieren", so ein Sprecher der Medienkontrollgesellschaft.
Die Zahl der Seitenabrufe als Messgröße steht schon lange in der Kritik, da sie manipulierbar ist. Bildergalerien, Spiele und Rateqiz generieren massenweise Klicks, ohne dass die Nutzer dabei notwendigerweise mit Werbung in Berührung kommen.



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