Mason nicht länger CEO bei Groupon 01.03.2013, 07:55 Uhr

"Ich wurde gefeuert"

Bei Groupon schwelt es in der Führungsetage schon länger. Nun entschied sich das Board of Directors, sich vom bisherigen CEO des Unternehmens zu trennen. Andrew Mason ist nicht überrascht - und veröffentlicht seine Sicht der Dinge.
Wechsel an Groupons Spitze
Nicht mehr CEO: Mason
"Ich wurde gefeuert", schrieb Mason direkt nach der Bekanntgabe seines Ausscheidens in einem öffentlichen Brief an die Groupon-Mitarbeiter. "Falls ihr euch wundert warum, habt ihr nicht aufgepasst." So kommentiert der 32-Jährige die Konsequenzen, die jetzt das Board of Directors angesichts schlechter Quartalszahlen gezogen hat. Mason vergleicht seine Tätigkeit mit einem Computerspiel, bei dem er ein Level nicht geschafft habe: "Für mich ist es in Ordnung, dass ich in diesem Teil der Reise versagt habe." Dem Team gibt er den Rat, sich ganz auf den Kunden und dessen Wünsche zu konzentrieren: "Am meisten bedauere ich die Momente, in denen ich den Mangel an Beweisen über meine Intuition gestellt habe."
Die Führung übernehmen vorübergehend die beiden Gremiumsmitglieder Executive Chairman Eric Lefkofsky und Vice Chairman Ted Leonsis gemeinsam im neu geschaffenen "Office of the Chief Executive". Die Suche nach einem neuen Groupon-CEO ist bereits angelaufen, so das Unternehmen. Die Börse reagierte umgehend auf die Nachricht von Masons Abgang mit einem Kursanstieg bei den Groupon-Aktien. Bis zu 13 Prozent konnten die Anteile des Unternehmens anziehen.
Kritik an Mitgründer Mason war schon seit Längerem bekannt. Im November 2012 war bereits an die Öffentlichkeit gedrungen, dass das Unternehmen darüber nachdenke, sich von Mason zu trennen. Damals konnten sich die Direktoren und CEO erneut einigen.
Im vierten Quartal 2012 machte Groupon einen Umsatz von 638,3 Millionen US-Dollar, ein Plus von 29,7 Prozent. Dem Gutscheinportal gelang es dennoch nicht, dies in einen Profit umzuwandeln. Insgesamt 81,1 Millionen US-Dollar Verlust muss Groupon hinnehmen - das sind 24,0 Prozent mehr als noch im Vorjahresquartal. Zudem hatte das Unternehmen eine mögliche Stagnation des Geschäfts fürs laufende Quartal angekündigt.



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