Shipping Service Provider: Paketversand aus einer Hand

Nicht immer nur gute Erfahrungen

Durch die unterschiedlichen Berechnungsmodelle ist es für Shop-Betreiber ­nahezu unmöglich, einen echten Preisvergleich zwischen den verschiedenen Anbietern anzustellen. Jörg Kindler betreibt den Aquaristik-Shop Catappa-Leaves.de und verschickt seine Ware über Packlink Pro. Seine Versandkosten-Ersparnisse durch den SSP schätzt er auf zehn Prozent. 
Kindler hat übrigens nicht nur gute Erfahrungen mit Shipping Service Providern gemacht. Bei Coureon, mit dem er früher seine Sendungen verschickte, kam es im Lauf der Zeit immer häufiger zu Differenzen bei der Abrechnung. "Früher konnte man dort anrufen, doch dann ist die Telefonnummer irgendwann verschwunden. Auch die Reaktion auf E-Mails dauerte immer länger“, sagt er. In der Tat bietet Coureon aktuell keinen telefonischen Support für seine Kunden an.

Behandeln Carrier SSP-Kunden schlechter?

Auch die Abholung der Pakete mit DPD funktionierte über Coureon nicht immer zuverlässig. "Wenn ich dann bei DPD ­angerufen habe, wurde ich an Coureon verwiesen", berichtet Kindler. Zudem ­hatte er den Eindruck, dass der Paketdienst SSP-Kunden "künstlich blockiert". 
Besser lief es, als Kindler dem DPD-Kundenservice gegenüber als Direktkunde auftrat: "Als ich nur die Paketscheinnummer durchgegeben habe, hieß es: Wir kümmern uns". Der Paketdienst macht nach eigener Aussage keinen Unterschied zwischen ­Direkt- und SSP-Kunden: "Bei DPD bieten wir allen Kunden ein hohes Maß an Servicequalität, das gilt selbstverständlich auch für Nutzer von Shipping Service Providern. Deren Pakete werden grundsätzlich genauso behandelt wie jene von anderen Kunden", so DPD-Sprecher Peter Rey.
"DPD an sich ist in Ordnung", sagt Jörg Kindler. Der Aquaristik-Händler hat das Problem mit der Abholung auf pragmatische Weise gelöst und direkte Vereinbarungen mit den Paketfahrern getroffen - hilfreich war dabei auch ein Trinkgeld. Und seitdem klappt es.



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