United Internet 25.02.2008, 10:39 Uhr

Ralph Dommermuth will sich von Adlink trennen

Beim Regattasegeln gehören überraschende Manöver dazu. Bei United Internet offenbar auch. Jetzt will sich UI-Chef Dommermuth angeblich von Adlink trennen, um Freenet doch noch kaufen zu können.
Wenn es um die Erschließung vertikaler Märkte geht, dann macht es United-Internet-Boss Ralph Dommermuth wie die Giganten Microsoft, Google und Co.: Was noch fehlt in der eigenen Wertschöpfungskette, das wird dazugekauft - so geschehen vor knapp zwei Wochen mit der strategischen Beteiligung am Adserver-Spezialisten Adition. Doch United Internet ist - anders als Microsoft und Google - in erster Linie ein großer Internet-Provider. Und segelt in dieser Eigenschaft hinter dem Branchenflaggschiff Telekom hinterher. Die Schlagdistanz verkürzen soll der Kauf von Erzrivalen Freenet, der über ein schönes DSL-Geschäft verfügt und mit der Strato AG den wichtigsten UI-Konkurrenten im Hosting-Markt besitzt.
Einen ersten Angriff gemeinsam mit dem Telekommunikations-Gemischtwarenladen Drillisch hatte Dommermuth vor einigen Monaten abgeblasen. Jetzt soll der Verkauf der Vermarktungstochter Adlink genügend Geld in die Kasse spülen, um Freenet alleine kaufen zu können. Aber braucht man nicht einen starken Vermarkter, wenn man als Internet-Konzern vorn mitspielen möchte? Nicht unbedingt. Kunden, die man als ISP bereits gewonnen und ihnen einen Internet-Zugang, ein Webhosting-Paket oder einen Mail-Account verkauft hat, muss man als Vermarkter nicht noch einmal gewinnen.



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