Sofortüberweisung.de überarbeitet Datenschutzhinweise 31.05.2011, 14:37 Uhr

Mehr Transparenz nach Kritik von Verbraucherschützern

Sofortüberweisung.de will in den kommenden Tagen eine überarbeitete Version ihrer Datenschutzhinweise veröffentlichen. Damit reagiert die Betreiberfirma Payment Network auf die Vorwürfe, sie habe sich einen umfangreichen Überblick über die Bankkonten von seinen Nutzern beschafft haben, ohne diese ausführlich darüber zu informieren.
Sofortüberweisung.de überarbeitet Datenschutzhinweise (Foto: istock/onurdongel)
"Es geht letztendlich darum, ob unsere Datenschutzhinweise ausreichend sind. Diese haben wir auch im Januar den Behörden erläutert", erklärt Georg Schardt, Vorstand der Betreiberfirma Payment Network, gegenüber internetworld.de. "Nachdem der NDR auch die Datenschutzbehörden angefragt hat, haben wir die Bitte bekommen, diese konkreter zur fassen." Das Unternehmen werde die neue Version seiner Datenschutzhinweise bis 2. Juni 2011 der zuständigen Datenschutzaufsicht in Bayern vorlegen und diese veröffentlichen, sobald das Einverständnis vorliege.
Payment Network teilte mit, dass die Software von Sofortüberweisung.de in Echtzeit den Verfügungsrahmen der Nutzer prüfe. Dabei werde der effektive Kontostand ermittelt, jedoch nicht gespeichert. Bei rund 30 Prozent der Transaktionen werde zusätzlich geprüft, ob vorausgegangene Sofortüberweisungen zwischen Kunden und Händlern in den vergangenen 30 Tagen verbucht worden seien - dies diene der Betrugsprävention. Gespeichert würden Name, Bankleitzahl, Kontonummer, Betreff, Betrag und das Datum der Überweisung. Kein Mitarbeiter des Unternehmens habe Zugang zu den von der Software geprüften personenbezogenen Daten der Nutzer.
Datenschützer hatten bemängelt, dass die User nicht klar erkennen könnten, welche Daten abgefragt würden. "Die Mängel sehen wir in dem Verfahren momentan darin, dass die Transparenz nicht ausreichend gewahrt ist", sagte der Leiter des bayerischen Landesamtes für Datenschutzaufsicht Thomas Kranig. Der Begriff "Kontodeckungsabfrage" erkläre nicht deutlich, was Payment Network mache: "Ich würde glauben, dass man fragt, ob so viel Geld auf dem Konto ist, dass ich meine Rechnung bezahlen kann. Alles, was darüber hinausgeht, bedarf der Erklärung."



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