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Weltweite Onlinestudie "Digital Life" veröffentlicht 11.10.2010, 12:00 Uhr

Soziale Netzwerke laufen E-Mails den Rang ab

In zahlreichen Ländern verbringen die Onlineuser bereits mehr Zeit in sozialen Netzwerken als mit dem Schreiben und Lesen von E-Mails. Nur hierzulande ist der Trend noch umgekehrt. Während der deutsche User im Schnitt 3,1 Stunden wöchentlich auf Facebook und anderen Social Media unterwegs ist, werden 5,1 Stunden dazu verwendet, den Posteingang zu prüfen.
Weltweite Onlinestudie "Digital Life" veröffentlicht (Foto: Fotolia.com/huaxiadragon)
Japaner haben nur wenig Freunde - zumindest in sozialen Netzwerken.
Dies ist ein Ergebnis der jetzt veröffentlichten TNS Onlinestudie "Digitial Life", in deren Rahmen TNS und das deutsche Tochterunternehmen TNS Infratest rund 50.000 Onlineinterviews mit Verbrauchern in 46 Ländern geführt und ausgewertet haben. In Wachstumsregionen wie Lateinamerika, dem Mittleren Osten oder China, werden demnach durchschnittlich 5,2 Stunden pro Woche in sozialen Netzwerken verbracht, verglichen mit vier Stunden E-Mail-Nutzung. Zu den intensivsten Nutzern sozialer Netzwerke gehören Malaysier (9 Stunden pro Woche), Russen (8,1 Stunden) und Türken (7 Stunden).
Auch bei der Anzahl der Freunde in sozialen Netzwerken führen die Onlineuser aus Malaysia das Ranking mit durchschnittlich 233 Freunden an. Platz zwei belegen die Brasilianer mit 231 Freunden. Mit nur 29 Freunden bildet Japan das Schlusslicht der Tabelle. Deutsche Nutzer zählen im Schnitt 75 Personen zu ihrem Onlinefreundeskreis.
Das Internet als wichtigstes Medium
Generell nutzen Onlineuser in der ganzen Welt das Internet als wichtigsten Medien-, Informations- und Kommunikationskanal. 61 Prozent von ihnen sind täglich im Netz unterwegs. Im Vergleich dazu schalten nur 54 Prozent von ihnen täglich den Fernseher ein, hören Radio (36 Prozent) oder lesen Zeitung (32 Prozent). Dabei haben die Onliner in den schnellen Wachstumsmärkten Asiens und der BRIC-Staaten die gesättigten Märkte Nordamerikas und Europas mit Blick auf die digitalen Aktivitäten inzwischen überholt. Wachstumsmärkte wie Brasilien (48 Prozent) und China (54 Prozent) weisen ein weitaus größeres digitales Engagement auf als Länder gesättigter Märkte wie Deutschland (36 Prozent), Finnland (26 Prozent) oder Japan (20 Prozent). Dies ist in sofern überraschend, da gerade diese Länder über eine besonders gut ausgebaute Internet-Infrastruktur verfügen.
Blogging und Social Networking gewinnen an Fahrt 
Laut Studie gewinnen auch Aktivitäten wie Blogging und Social Networking in den schnellen Wachstumsmärkten weiter an Fahrt. So haben bereits neun von zehn Onlineusern in China (88 Prozent) und mehr als die Hälfte in Brasilien (51 Prozent) eigene Blog- oder Forumseinträge verfasst. In den USA liegt dieser Wert lediglich bei 32 Prozent, in Deutschland sind es immerhin 44 Prozent. Zudem ist das Internet vor allem in den asiatischen Wachstumsmärkten zum Standardmedium für die Verbreitung von Fotos unter seinen Nutzern geworden. Der Anteil der Onlinekonsumenten, die Fotos in soziale Netzwerke oder auf Fotowebseiten hochladen, beträgt in Thailand 92 Prozent, in Malaysia 88 Prozent und in Vietnam 87 Prozent. Die entwickelten Märkte sind hier deutlich zurückhaltender. So haben nicht einmal die Hälfte in Deutschland (48 Prozent) und weniger als ein Drittel der Onlinekonsumenten in Japan (28 Prozent) bisher Fotos auf Social Websites hochgeladen.



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