McAfee deckt Cyber-Attacke auf 04.08.2011, 11:47 Uhr

Größter Hacker-Angriff der Geschichte

72 Regierungen, Firmen und Institutionen wurden in den letzten fünf Jahren systematisch ausgespäht. Im Netzwerk der UNO konnten sich Hacker fast zwei Jahre unerkannt bewegen und geheime Daten einsehen.
McAfee deckt Cyber-Attacke auf
Das geht aus einem Bericht des Security-Unternehmens McAfee hervor. Die Sicherheitsexperten des Software-Anbieters sprechen von der bislang größten Serie von Hacker-Angriffen in der Geschichte. "Sogar wir waren überrascht von der enormen Vielfalt der betroffenen Organisationen und von der Dreistigkeit der Eindringlinge", heißt es in dem 14-seitigen Papier. Ausspioniert wurden offenbar unter anderem E-Mail-Archive, Strategiepapiere, Verträge, Software-Quellcodes, Details über Ölfeld-Auktionen oder Informationen über Industrieanlagen - eine umfangreiche Beuteliste, die McAfee-Vize Dmitri Alperovitch als "größten Transfer an geistigem Eigentum in der Geschichte" bezeichnete.
Die Hacker-Angriffe gelangen meist über gezielte Phishing-Mails an Mitarbeiter mit entsprechenden Zugriffsrechten, die unwissentlich Schadsoftware installierten, über die der Datendiebstahl möglich wurde. Hinter den konzertierten Angriffen vermuten Sicherheitsexperten einen "staatlichen Akteur" - die Natur der gestohlenen Daten mache China sehr verdächtigt, so James A. Lewis vom US-amerikanischen Center for Strategic and International Studies. So wurde beispielsweise Taiwan und die Systeme des IOC im Vorfeld der Olympischen Spiele in Peking ausspioniert.


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