29.02.2008, 08:14 Uhr

Google erprobt automatisches Keyword-Generierungstool

Der Suchmaschinenprimus Google will Marketern helfen, das Beste in Sachen Suchmaschinenmarketing herauszuholen. Kritiker sagen: Dem Unternehmen geht es nur darum, mehr Klicks und damit mehr Einnahmen zu generieren.
Der Suchmaschinenprimus Google erweitert sein Adword-Angebot. Marketer, die ihr angegebenes Werbebudget fürs Keyword-Advertising monatlich nicht voll ausschöpfen, sollen künftig auf die künstliche Intelligenz von Googles Software hoffen dürfen. Das neue Tool "Automatic Matching" crawlt nämlich eigenständig durch die Website eines Werbetreibenden, um zusätzliche Keywords zu generieren, die dem Marketer mehr Klicks einbringen sollen. Ein Schuhhändler, der bislang beispielsweise mit dem Keyword "Adidas" warb, findet in seiner Keyword-Liste dann auch Worte wie "Turnschuhe" oder - weniger treffend - "Slipper".
Suchmaschinenmarketer bezweifeln, dass ihnen das neue Tool tatsächlich etwas bringt. Denn ein Klick auf "Adidas" bringt hochqualifizierten Traffic, ein Klick auf "Slipper" nicht unbedingt. Marketer müssen also unbedingt prüfen, ob sich "Automatic Matching" für sie wirklich rechnet oder nur Google mehr Klickprovisionen in die Kassen spült. Die nämlich hat die Suchmaschine dringend nötig. Schließlich zeigte jüngst eine aktuelle Comscore-Studie, dass der Branchenprimus unter rückgängigen Klickzahlen und der drohenden Rezession in den USA leidet.
Aktuell befindet sich das Programm in einer Closed-Beta-Phase mit einzelnen ausgewählten Werbekunden. Später sollen Werber die Möglichkeit haben, sich via Opt-Out dem "Automatic Matching" zu entziehen.



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