API-Integrationskontext 14.06.2016, 12:00 Uhr

Plattformen als Geschäftsmodelle der Zukunft

Heutzutage nutzen endlos viele Unternehmen Plattformen als Kern ihres Geschäftsmodells. Im Gegensatz zu klassischen Modellen integrieren diese Plattformen den Nutzer selbst als Werterzeuger.
(Quelle:  Shutterstock.com/ArchMan)
Egal ob es um den Austausch von materiellen Gütern auf eBay, von virtuellem Content auf YouTube und Facebook oder von Standard-Dienstleistungen auf Uber und Airbnb geht. Noch nie zuvor hat es so viele Unternehmen gegeben, die eine Plattform als Kern ihres Geschäftsmodells nutzen. Der Plattform-Experte, Forscher und Berater Sangeet Paul Choudary hat dieses Geschäftsmodell in seinem Buch "Platform Scale" genau analysiert.
Airbnb: Der Dienst bietet Urlaubern und Vermietern eine Plattform für die Vermittlung von Ferienwohungen.
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Bis vor Kurzem haben Unternehmen nach dem traditionellen ‘Pipelines’-Geschäftsmodell agiert: ähnlich wie das Wasser seinen Weg durch eine Röhre findet, finden auch Verbrauchsgüter ihren Weg in die Hände der Konsumenten über Vertriebskanäle oder Lieferketten. Der Hypothese von Choudary nach wird allerdings dieses Geschäftsmodell durch das Plattform-Geschäftsmodell zunehmend ersetzt.
Im Gegensatz zu den ‘Pipelines’ zeichnen sich Plattformen dadurch aus, dass sie es ihren Nutzern ermöglichen, Werte selbst mit zu generieren und auszutauschen. So nehmen die Teilnehmer der Plattform sowohl die Rolle des Erzeugers als auch des Konsumenten ein.

Pipes vs. Plattformen

In dem traditionellen Geschäftsmodell wurden den Konsumenten die Artikel in einer sehr direkten Art und Weise geliefert, wobei die Rolle des Erzeugers ganz klar strukturiert war. Im Plattform-Geschäftsmodell können Konsumenten auch in die Rolle der Erzeuger eintauchen. Somit ist die Funktion der Plattformen, Wertschöpfung zu ermöglichen.
Im Grunde genommen ist dieses Wertschöpfungs-Modell das Ergebnis der disruptiven Technologien und der immer steigenden Verzahnung und Globalisierung der Welt. Noch nie zuvor war es so einfach für Unternehmen weltweit zu vertreiben. Der Besitzer eines kleinen Geschäfts in China kann jetzt zum Beispiel über Plattformen wie Alibaba einen Kundenstamm in den USA oder Russland erreichen, den er alleine nie hätte erreichen können. Das wird das Plattform-Geschäftsmodell auch die klassischen Pipelines früher oder später übertreffen oder gar ersetzen. Die Skalierbarkeit der Plattformen ist im Vergleich zu den vereinzelten Werteflüssen der ‘Pipes’ viel ungebundener, was eine signifikant höhere Wertschöpfung ermöglicht.



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