Management der Zukunft 21.07.2014, 15:10 Uhr

Raus aus der Komfortzone

Mit der Digitalisierung vieler Branchen ändert sich auch die Führungskultur. Was Manager heute können müssen, um auch künftig zu bestehen, war ein heiß diskutiertes Thema auf der DLD Conference.
Bequem. Aber wie lange noch?
(Quelle: Fotolia.de/Mihalis A. )
"Die Zeit des Befehlens und Kontrollierens ist vorbei", erklärt Ana-Cristina Grohnert, Managing Partner Talent bei Ernst & Young. "Wer heute ein Team führt, muss begeistern können." Die Menschen könnten künftig sehr genau auswählen, für wen sie arbeiten wollten. Dem stimmt John Gerosa zu. "Mitarbeiter, vor allem die der kommenden Generation, erwarten von uns, dass wir ihre Meinung berücksichtigen", sagt der Sales Director bei Google Deutschland auf der Digital Life Design (DLD) Confernce in München. Der Internetkonzern arbeite deshalb mit einem Feedback-System, bei dem die Angestellten auch ihre Chefs bewerten.
Deutschland liege bei der Diversity, also der Vielfalt unter den Angestellten, weit hinter den USA, findet Gerosa. "Wir brauchen mehr mehr weibliche Vorbilder - Frauen, die Karriere und Privatleben kombinieren." Nicht nur die Mitarbeiter, auch die Firmen müssen flexibler werden, fordert Grohnert. Individuelle Lösungen seien gefragt.
Der Wandel der Arbeitswelt geht schnell voran, da sind sich die Diskussionsteilnehmer einig - auch wenn diese Erkenntnis nicht bei allen willkommen ist. "Änderungen machen auch immer Angst", erklärt Grohnert den Widerstand, mit dem viele Menschen dem Neuen begegnen. "Vor allem, wenn Menschen merken: Was mich bisher vorangebracht hat, wird mir künftig nicht mehr helfen." Für einen Systemwandel müssen Unternehmen jene Mitarbeiter finden, die den Wandel wollen, die ihn voranbringen. "Die Menschen müssen ihre Komfortzone verlassen."



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