24.11.2008, 11:31 Uhr

Kleine Kickbacks, große Wirkung

Agenturen und Vermarkter beurteilen das Provisionsmodell von Google skeptisch.
Google-Logo
Die Ankündigung von Google,Werbetreibenden und Agenturen die Displaywerbung bei
Youtube & Co. mit Vergünstigungen zu versüßen und so sein schleppendes Displaygeschäft zu pushen (INTERNET WORLD Business 23/08) blieb nicht ohne Reaktion. Der Arbeitskreis SEM im Bundesverband Digitale Wirtschaft etwa begrüßt die Entscheidung, verfällt aber nicht in "blinde Euphorie, da die zu erreichenden Ziele sicherlich für einige Agenturen eine Herausforderung darstellen, um überhaupt an dieser Kickbackregelung partizipieren zu können".
Ins gleiche Horn stößt Klaus Ulbricht: "Die Budgetuntergrenze und die Mindestanzahl von Kunden halte ich für zu hoch, zumal viele Kunden Display- und Video-Anzeigen bislang noch gar nicht nutzen und daher erst langsam mittels Testkampagnen mit kleineren Budgets an die Materie herangeführt werden müssen“, so der Managing Director der Full-Service-Agentur für interaktives Marketing Spacedealer. Hinzu kommt: Bisher existiere auch nicht annähernd ausreichendes Studienmaterial hinsichtlich der Conversion Rate dieser Werbeformen im Google-Content-Netzwerk unter Performance-Gesichtspunkten. Google habe zwar versprochen, solche Studien in den Briefing-Materialien nachzuliefern, aber: "Agenturen, die ihre Kunden in verantwortlicher Art und Weise durch vorsichtiges Testen an das Thema Video- und Displaywerbung heranführen wollen, könnte somit ein Einstieg in das Partnerschaftsprogramm erheblich erschwert werden“, so Ulbricht. Daher werde es eher schwieriger, das Thema bei den Agenturkunden zu verankern und unter Performance-Kriterien relevant zu machen.



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