Schluss mit Street View in Deutschland 11.04.2011, 10:07 Uhr

Kamerafahrten nur noch für Karten

Der Internetkonzern Google bestätigt erneut, dass er keine neuen Straßenaufnahmen in Deutschland machen wird. Die Kamerafahrten für Street View sind seit Mai 2010 ausgesetzt.
Schluss mit Street View in Deutschland
"Es gibt keine Pläne, neue Bilder ins Netz zustellen", sagte ein Google-Sprecher gegenüber Searchengineland. Die Prioritäten des Unternehmens hätten sich geändert: Lediglich zum Update von Straßennamen in Google Maps werden die Kamerawagen weiterhin unterwegs sein. Eine ähnliche Erklärung hatte das Unternehmen im Januar in seinem Blog veröffentlicht.
Die Bilder der bereits aufgezeichneten zwanzig Städte bleiben zwar weiterhin im Netz, werden jedoch nicht mehr aktualisiert. In Deutschland hatten 250.000 Haushalte und Geschäfte hatten darauf bestanden, dass ihre Häuser und Wohnungen nur verpixelt angezeigt werden dürfen.
In Deutschland stand das Street View von Anfang in der Kritik. Nach Protesten von Datenschützern hatte Google im Mai 2010 die Kamerafahrten eingestellt und den Bürgern ein Widerspruchstool zugänglich gemacht, über das diese ihre Häuser von der Darstellung in Street View ausschließen lassen konnten. Das Debakel um versehentlich bei den Aufnahmen mit abgegriffenen WLAN-Daten hatte die Debatte um Street View in Deutschland noch stärker angeheizt. Dennoch waren im November 2010 insgesamt zwanzig deutsche Großstädte über Street View im Netz abrufbar geworden.



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