Geld von Investoren 18.10.2018, 14:39 Uhr

Deutsche Finanz-Start-ups erhalten Rekordsummen

FinTechs aus Deutschland haben von Investoren Rekordsummen eingesammelt. Die deutschen Finanz-Start-ups haben in den ersten neun Monaten 2018 bereits 778 Millionen Euro eingeworben - ein Höchststand.
(Quelle: shutterstock.com/Mikko Lemola )
Deutsche Finanz-Start-ups haben Gelder in Rekordhöhe von Investoren eingesammelt, um ihre Geschäfte wie Online-Vermögensverwaltungen, Zinsvergleiche oder Zahldienste voranzutreiben. Die jungen Finanzfirmen ("FinTechs") haben in den ersten neun Monaten 2018 bereits 778 Millionen Euro eingeworben - ein Höchststand und mehr als im gesamten Vorjahr; damals waren 713 Millionen Euro. Das zeigt eine Studie der Bank Comdirect, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.
Am meisten Gelder warben Start-ups für Finanzierung ein wie Vergleichsportale sowie jene für Investments, heißt es in dem Papier, das auf Daten der Beratungsfirma Barkow Consulting basiert. Auf Zahldienstleister, die wegen des Trends zu digitalen Bezahlen im Fokus stehen, entfiel indes nur ein Bruchteil. Die Zahl der FinTechs hierzulande stieg auf 793 per Ende September (Vorjahr: knapp 700).

Die Bankenbranche unterliegt derzeit wie kaum eine andere einem enormen disruptiven Wandel. Nicht ganz unschuldig daran sind die aufstrebenden FinTechs - Start-ups, die klassische Finanzmodelle modernisieren und auf das Smartphone bringen. Wir stellen zehn vor.

Mehr Gründungen von FinTech-Start-ups

Finanz-Start-ups erhalten seit Jahren mehr Geld von Investoren - auch wenn die Wachstumsraten sinken und die Firmen nicht mehr so schnell aus dem Boden schießen wie einst. In den ersten neun Monaten wurden nun wieder mehr FinTechs gegründet (42). Das konstant hohe Volumen an Wagniskapital zeige, dass sich FinTechs professionalisierten, sagte Comdirect-Chef Arno Walter. Meist arbeiteten sie mit Banken zusammen.
Eine rasant steigende Zahl von Kooperationen zeigt auch eine am Donnerstag veröffentlichte Studie der Beratungsgesellschaft PwC. Demnach gibt es gut 850 Partnerschaften zwischen Start-ups und etablierten Unternehmen wie Banken und Versicherungen. 2014 waren es erst 55 und 2017 schon 506. Die Zahlen verdeutlichten viel größere Verflechtungen als angenommen, sagte PwC-Experte Sascha Demgensky.
Um von Innovationen der Start-ups zu profitieren, suchten vor allem Konzerne Bündnisse - allen voran Commerzbank, Munich Re, Deutsche Bank und Allianz. Besonders beliebt seien Investment-Kooperationen, etwa für Online-Vermögensverwaltungen.
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