Die Facebook-Story 02.07.2010, 18:36 Uhr

Vom Schlafsaal zum Weltruhm

Von einer Website für Harvard-Absolventen zum größten Online-Netzwerk der Welt: Die Geschichte von Facebook und seinem Gründer Mark Zuckerberg ist längst ein Mythos im Web. Ein kurzer Überblick in Daten.
2004
Im Februar gründen die Harvard-Studenten Mark Zuckerberg, Dustin Moskovitz, Chris Hughes und Eduardo Saveri Facebook im Schlafsaal. Im März expandiert Facebook nach Stanford, Columbia und Yale. Im Juni zieht das Unternehmen nach Palo Alto in Kalifornien. Die Pinnwand wird als Feature eingeführt.
Am Ende des Jahres hat Facebook eine Million Mitglieder.
2005
Facebook bekommt im Mai 12,7 Millionen US-Dollar Risikokapital von Accel Partners und ändert seinen Namen von thefacebook.com in Facebook. Das Unternehmen launcht eine Foto-Anwendung.
Am Ende des Jahres hat Facebook 5,5 Millionen Mitglieder.
2006
Facebook wird mobil. Greylock Partners, Meritech Capital Partners und andere machen 27,5 Millionen US-Dollar Venture Capital für das Start-up locker. Im August startet die Entwicklerplattform; Facebook und Microsoft schließen eine strategische Partnerschaft zur Bannervermarktung. Im September öffnet sich das Netzwerk für alle Nutzer.
Am Ende des Jahres hat Facebook 12 Millionen Mitglieder.
2007
Der virtuelle Geschenkeladen öffnet im Februar, die Facebook-Plattform geht im Mai live. Microsoft erwirbt für 240 Millionen US-Dollar Anteile an Facebook, die Zusammenarbeit wird ausgeweitet. Im Oktober nimmt das Netzwerk die mobile Plattform in Betrieb, ab November gibt es Facebook Ads.
Am Ende des Jahres hat Facebook 50 Millionen Mitglieder.
2008
Seit Februar spricht Facebook Spanisch und Französisch, Deutsch kommt im März als vierte Sprache hinzu. Die Privatsphäre-Einstellung "Nur für Freunde" wird eingeführt. Seit April gibt es die Chatfunktion und eine Übersetzungsanwendung für 21 weitere Sprachen. Facebook Connect wird allgemein verfügbar.
Am Ende des Jahres hat Facebook knapp 150 Millionen Mitglieder.
2009
Die Funktion "Gefällt mir" wird im Januar eingeführt. Facebook tritt Open ID bei. Das russische Unternehmen Sky Technologies investiert 200 Millionen US-Dollar und stockt im Dezember seine Anteile weiter auf. Ab Juni gibt es individualisierte URLs. Das Netzwerk kauft FriendFeed.
Am Ende des Jahres hat Facebook 350 Million Mitglieder.
2010
Im Februar eröffnet Facebook ein Büro in Deutschland. Das Unternehmen sichert sich die malaysischen Softwareschmiede Octazen Solutions. Gemeinschaftsseiten werden im April gelauncht.
Im Mai wird eine Datenpanne publik: Facebook hat wie MySpace und weitere soziale Netzwerke Userdetails an ihre Werbekunden weitergegeben. Facebook schließt die Lücke und bessert nach anhaltender Kritik die Privatsphäre-Einstellungen nach. Facebook und der Gamesentwickler Zynga kooperieren.
Das Investitionsunternehmen Elevation Partners kauft im Juni fünf Millionen Aktien für 120 Millionen US-Dollar und hält damit 1,5 Prozent.
Ende Juni tritt Zuckerberg tritt in Cannes vor die von ihm einst ungeliebte Werbebranche. Er wird zur "Medienperson des Jahres" gekürt und ist auf der Suche nach Einahmequellen
Am 22. Juli meldet Facebook 500 Million Mitglieder. Diese sind nicht happy, als im September Facebook einen mehrstündigen Ausfall erlebt. Im Hintergrund wird derweil fleißig am Netzwerk gebastelt: Anfang Oktober unterzieht Facebook seine Fotofunktion einem Upgrade, und ein paar Tage später gibt das Unternehmen bekannt, den Nutzern mehr Kontrolle über die eigenen Inhalte einräumen zu wollen.
Im November startet in den USA Facebook Deals. In Verbindung mit dem Lokalisierungsdienst Places können Nutzer dabei Sonderangebote abgreifen.. Außerdem will sich das Netzwerk stärker als Kommunikationsplattform präsentieren.
2011
Mit dem Jahreswechsel 2010/2011 vermeldet Facebook eine Bewertung von 50 Milliarden US-Dollar - dank einer Finanzspritze in Höhe von 500 Millionen US-Dollar von Goldman Sachs. Den Börsengang, so munkelt die Branche, könne man schon für das Jahr 2012 erwarten.  Zuerst muss sich aber Zuckerberg noch mit den Winklevoss-Brüdern herumschlagen: Diese wollen im Januar den Prozess um die Rechte an der Facebook-Idee wieder aufrollen.
Um allen mobilen Facebook-Nutzern ein einheitliches Netzwerkerlebnis zu bieten, überarbeitet das Unternehmen im April die Nutzeroberflächen der verschiedenen Webseiten. Außerdem bemüht sich Facebook weiterhin um die Sicherheit und schaltet neue Tools zum Authentifizieren und Social Reporting frei.
Der Mai bringt unschöne Überraschungen für Facebook-Nutzer: Die alten Gruppen sollen abgeschafft werden.
Auch die Einführung der automatischen Gesichtserkennung in Fotos in Facebook-Alben stößt im Juni bei vielen Nutzern auf Unmut. - und landet prompt im Visier der EU-Datenschützer. Ebenfalls im Juni sickert Facebooks Project Spartan durch: die Entwicklung einer mobilen Plattform, mit der das Netzwerk Apple ausstechen will.
Mit großer Spannung wird im Juli das groß angekündigte Firmenevent erwartet. Dort stellt Zuckerberg die Zusammenarbeit mit Skype vor: Mit Videochat soll es nun gegen das brandneue Konkurrenznetzwerk Google+ gehen.  Eine weitere Winklevoss-Klage gegen Facebook wird im Juli zu Gunsten des Netzwerks abgewiesen.
Im August gibt Facebook eine Schnittstelle frei, über die auch mittels Drittprogrammen Anzeigenkampagnen auf Facebook gesteuert werden können.



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