21.07.2008, 16:43 Uhr

Markus Riecke

111 Seiten umfasst die Klageschrift, in der Facebook dem deutschen Konkurrenten Studi-VZ den Diebstahl geistigen Eigentums vorwirft. Studi-VZ-Chef Riecke vermutet Erfolglosigkeit hinter der Klage
Von Facebook verklagt: Markus Riecke
Vorwürfe, die drei Studi-VZ-Gründer hätten die Idee zu ihrer Social Community beim US-Branchenliebling Facebook geklaut, gab es schon seit Gründung der deutschen Studentenplattform. Doch jetzt ist der Vorwurf gerichtsnotorisch: Facebook reichte bei einem US-Gericht Klage gegen den Nachahmer aus Deutschland ein, wirft ihm den Diebstahl des Designs und der Funktionen der eigenen Plattform vor.
Inwieweit sich Studi-VZ-Chef Markus Riecke jetzt Sorgen machen muss, wird sich zeigen. Zwar ist ein US-Urteil für den deutschen Markt nicht unbedingt entscheidend, könnte aber die Handlungsfähigkeit des Studi-VZ-Managements empfindlich einschränken. Auf die Frage, warum Facebook mit der Klage gegen den vermeintlichen Plagiator so lange gewartet hat, antwortet Riecke mit einer bösen Replik: Nachdem Facebook auf dem deutschen Markt nicht Fuß haben fassen können, versuche man die unliebsame Konkurrenz jetzt mit der juristischen Keule nieder zu machen. Die Wahrheit kann aber auch eine ganz andere, banalere sein: Erst seit der Übernahme durch Holtzbrinck streckt nämlich genügend Geld hinter Studi-VZ, um den Jagdinstinkt amerikanischer Anwälte zu wecken.



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