Muss Erotik-Content Virtual Reality retten?

Wird die Erotik-Branche ein Gamechanger?

Bei VRPorn.com handelt es sich um ein Video-Portal ähnlich wie YouTube, die Inhalte verschiedener Erotik-Inhalte auf Basis von Virtual Reality aggregiert. Alle vorhandenen VR-Inhalte können kostenlos konsumiert werden, Geld verdient VRPorn.com mit Affiliate-Links zu weiteren kostenpflichtigen Inhalten auf externen Websites.
Wie der Gründer Daniel Peterson von VRPorn.com dem amerikanischen Print-Magazin Wired in einem Interview verriet, wurde die Seite 2013 eigentlich mit einem ganz anderen Fokus gegründet. Dem in der Domain enthaltenen Begriff "Porn" sollte eigentlich nur eine übertragene Bedeutung zukommen (ähnlich dem Hashtag "Foodporn" bei Instagram). Es ging darum, Virtual Reality-Erlebnisse aus allen Bereichen zu sammeln.
Die Zugriffszahlen entwickelten sich aber erst in der Sekunde steil nach oben, als Peterson damit begann, echte Erotik-Inhalte zu veröffentlichen. Damit war sein persönliches Geschäftsmodell geboren und er ist seitdem eine der Personen, die mit Virtual Reality viel Geld verdienen.
Momentan bestehen VR-Erotikinhalte größtenteils aus statischen 360-Grad-Videos, die aus Sicht eines Mannes von einem Punkt aus betrachtet werden können. Die sichtbare Action findet um diesen Punkt herum statt. Ein Bewegen in der virtuellen Welt ist dabei nicht möglich. Solche Inhalte lassen sich nämlich deutlich einfacher und kostengünstiger produzieren. Aktuell ist nur rund ein Prozent der veröffentlichten VR-Erotik-Videos interaktiv.
Dennoch arbeitet die Branche an verschiedenen Innovationen, wie etwa männliche und weibliche Versionen des gleichen Inhalts, um beispielsweise Paaren zu ermöglichen, gemeinsam in einen virtuellen Pornofilm einzutauchen.

Wie geht es mit Virtual Reality weiter?

Ob es der Erotik-Industrie erneut gelingen wird, eine innovative Entwicklung voranzutreiben, wird sich wohl erst noch zeigen. Die Nachfrage nach entsprechenden Inhalten scheint unbestritten. Das daraus aber gleichzeitig eine Ankurbelung der Hardware-Verkäufe folgt, lässt sich bisher nicht wirklich erkennen.
Ich selbst glaube weiterhin an das große Potenzial von Virtual Reality und gehe davon aus, dass die vielbeschworene Killer-Applikation noch das Licht der Welt erblicken wird, um die Massen zu begeistern. Und zumindest meine aktuellste Virtual-Reality-Erfahrung im National Air and Space Museum in der US-Hauptstadt Washington, District of Columbia, mit einem Flug durch den Weltraum entlang einer explodierenden Weltraumstation, fand ich durchaus spektakulär.



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