Affiliate-Netzwerke: Technologie versus Agenturleistungen

Agenturen als wichtige Partner

2. Neue Anbieter von Affiliate-Technologien arbeiten konfliktfrei mit Agenturen

Gerade die neuen Affiliate-Technologien haben Agenturen als wichtige Partner und als Distributionstouchpoint erkannt und akzeptiert. Sie bilden eine für beide Seiten vorteilhafte Beziehung ab, die für beide Parteien einen Mehrwert liefern. So bieten immer mehr Technologien Agentur-Zertifizierungen und Plattform-Schulungen an, um es den Affiliate-Managern so einfach wie möglich zu machen, neue Partnerprogramme zu starten. Auch hinsichtlich der Preisstruktur gibt es mittlerweile zahlreiche Pricing-Modelle für Partner-Agenturen als Ambassador- und White-Label-Modell.

3. Aktives Affiliate-Management

Nachdem das aktive und zeitintensive Management von Affiliate-Programmen von vielen Advertisern jahrelang nur stiefmütterlich betrieben wurde, sehen immer mehr große Programmbetreiber den Bedarf und den Nutzen an einer aktiven Betreuung ihrer Accounts, vor allem um den steigenden Herausforderungen des Marktes und des Wettbewerbs gerecht zu werden. Der Bedarf an engagierten Affiliate-Spezialisten wird somit immer größer, wie man auch an den zahlreichen offenen Stellenausschreibungen erkennen kann.
Mittlerweile haben sich klassische Affiliate-Agenturen zudem auch immer mehr in Richtung Beratungs-Unternehmen entwickelt. Es geht nicht mehr darum, einfach nur ein Affiliate-Programm zu verwalten, sondern die Entwicklung geht dahin, die Marketingziele der Kunden zu verstehen und zu analysieren. Die strategische Planung und Weiterentwicklung eines Partnerprogramms steht mittlerweile im Mittelpunkt der Zusammenarbeit.
Senior-Account-Manager mit Cross-Channel-Erfahrung und Know-how in allen Gebieten des Online-Marketings betreuen zunehmend die internationalen Accounts von großen Partnerprogrammen. Das Ziel ist es dabei, das Partnerprogramm des Kunden durch neue Ideen und Innovationen weiterzuentwickeln und eng mit dem Kunden zusammenzuarbeiten. Daher wird auch das Verständnis von der Wirkungsweise anderer Marketingkanäle wie Display, SEO, SEA und Social für die Account-Manager immer wichtiger. Eine Kanal-Attribution wird für die Unternehmen immer relevanter und sorgt für einen nachhaltigen Ausbau der Umsätze.
Auch Advertiser selbst stellen immer mehr Inhouse-Affiliate-Manager ein, um sich damit weiterzuentwickeln. Sie benötigen aber auch weiterhin erfahrene Partner an ihrer Seite, die als Erweiterung ihrer Teams dienen und als Backup und Entlastung auch die täglichen Aufgaben des Programms übernehmen können. Zudem haben Agenturen durch die Betreuung weiterer Partnerprogramme oftmals auch intensiven Einblick in bestimmte Entwicklungen und Innovationen und kennen zudem auch zahlreiche programmübergreifende Top-Affiliates der Branche.

4. Advertiser wollen Innovationen für ihr Partnerprogramm

Die Anforderungen an ein Affiliate-Programm werden zudem immer größer, vor allem an die Technologien. Advertiser erwarten mittlerweile:
  • erweiterte und plattformübergreifende Reportings
  • Customer-Journey-Analysen
  • Schulungen auf verschiedenen Affiliate-Technologien
  • dedizierte Account-Teams, die von erfahrenen Affiliate-Experten geführt werden
  • globale Abdeckung
  • regelmäßig neue Publisher-Modelle
  • Impulse und Herausforderungen, um neue Wege zu gehen und Dinge zu testen
  • Netzwerkunabhängige Betrugsanalysen und Brand-Protection

5. Advertiser wollen Trennung zwischen Plattform und Agentur

Der eigentliche Grund, warum sich die Affiliate-Netzwerke entweder auf ihre Technologie oder auf Programm-Management-Leistungen konzentrieren sollten ist, dass Advertiser vor allem Interesse an der strategischen Zusammenarbeit mit ihren Affiliates haben. Gerade deswegen ist eine Trennung zwischen der Plattform und dem Programm-Management sinnvoll. Denn nur dadurch kann eine objektive Empfehlung für Advertiser stattfinden, um damit sicherzustellen, dass diese das beste Ergebnis für das Partnerprogramm darstellt.
In der Vergangenheit haben die Affiliate-Netzwerke sowohl die Advertiser, als auch die Affiliates bedient. Dafür haben die Netzwerke eine Transaktionsfee in der Regel von 30 Prozent von der Partnerprovision erhalten. Doch ob eine unabhängige Kontrolle der Affiliate-Auszahlungen möglich ist, wenn auch das Netzwerk den Account betreut ist fraglich, denn falsch eingestellte Provisionen können auch zu fehlenden Anreizen führen, vor allem im Hinblick auf das Erreichen von Zielen. Deswegen ist eine kanalübergreifende Customer-Journey-Auswertung der Provisionen ebenso Sinnvoll.
Auch Google bietet die Möglichkeit an, das Adwords-Budget für Werbekunden zu verwalten. Doch ob das immer zu dem besten ROI führt, ist eine andere Frage. So hat doch auch Google gewisse wirtschaftliche Interessen.
Dieselbe Frage stellt sich auch bei einem Affiliate-Netzwerk mit mehreren tausende Partnerprogrammen. Die Frage, ob dieses in der Lage ist, ein Partnerprogramm zielorientiert im Interesse der Advertiser zu verwalten, ist berechtigt. So haben doch einige Betrugsfälle von Affiliates mit Toolbars in den letzten Monaten gezeigt, dass eine gewisse Abhängigkeit von einzelnen Dienstleistern auch Gefahren mit sich bringt, vor allem wenn eine objektive Beratung und Analyse der Accounts fehlt.



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