Digitalisierung des Buchmarktes 20.03.2019, 08:55 Uhr

Erstmals wurden 2018 mehr als 30 Millionen E-Books verkauft

Die Krisenstimmung am Buchmarkt in Deutschland hält an. Vor allem die Jüngeren verbringen ihre Zeit lieber mit Laptop und Smartphone. Das elektronische Lesen aber wird immer beliebter.
Neuesten Zahlen zufolge wird das elektronische Lesen beliebter.
(Quelle: shutterstock.com/Sergey Nivens)
Alarmierende Zahlen: 6,4 Millionen Käufer haben dem Buchmarkt zwischen 2013 und 2017 den Rücken gekehrt. Laut Börsenverein des Deutschen Buchhandels ist die Altersgruppe von 20 bis 49 besonders betroffen. 2017 setzte die Branche 9,13 Milliarden Euro um, ein Rückgang von 1,6 Prozent.
Zehn Jahre lang wurden nicht so wenige Bücher produziert wie 2017. In Zahlen: 82 636 Titel stellten die Verlage her, ein Minus von 3,3 Prozent im Vergleich zu 2016. Die meisten Neuerscheinungen gab es in der Belletristik, dahinter Kinder- und Jugendbücher.

Digitale Bücher holen auf

Kein Wunder also, dass Bücher für die Freizeitgestaltung offenbar immer unwichtiger werden: In der Rangliste der beliebtesten Hobbys liegt Lesen nur auf dem 13. Platz. An der Spitze: Fernsehen, Radio, Internet oder einfach nur "gemütlich entspannen". Immerhin 18,2 Prozent der Bundesbürger ab 14 lesen häufig und 27,3 Prozent gelegentlich. Weit mehr als die halbe Bevölkerung jedoch liest nur selten oder nie.
Ein Hoffnungsschimmer: Neuesten Zahlen zufolge wird das elektronische Lesen beliebter. Erstmals seien 2018 mehr als 30 Millionen E-Books abgesetzt worden, teilte der Börsenverein mit. Der Umsatz stieg um 9,3 Prozent im Vergleich zu 2017. 3,6 Millionen Menschen in Deutschland kauften zumindest ein digitales Buch. Der E-Book-Anteil am gesamten Buchmarktumsatz lag 2018 bei etwa fünf Prozent.



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