Internet-Nutzung 19.01.2015, 16:04 Uhr

D21 veröffentlicht Studie zum Digital-Index

Rund jeder siebte Internet-Nutzer muss noch über einen Schmalband-Zugang surfen. Immer mehr Kunden gehen über Mobilfunk online. Die Initiative D21 weiß, mit welchen Geräten die Deutschen online sind.
(Quelle: Shutterstock.com/wavebreakmedia )
Die Initiative D21 untersucht im "(N)Onliner Atlas" bereits seit 2001 jedes Jahr, wie viel Prozent der Bundesbürger online sind. Seit dem Jahr 2013 gibt es mit dem D21-Digital-Index ­eine weitergehende Studie, bei der unter anderem analysiert wird, über welche Technologien und mit welchen Geräten der Internet-Zugang erfolgt. Dieser Index soll den "Digitalisierungsgrad" der Gesellschaft erfassen.
Ein Ergebnis der von TNS Infratest durchgeführten Befragung: Die Zahl der Smartphone-Besitzer steigt stark an, und auch bei den Tablets geht der Ausstattungsgrad der Bürger beständig nach oben. Letzterer ist von 13 Prozent in 2013 auf 28 Prozent im darauffolgenden Jahr angestiegen. Überraschend: 2014 sind laut der Initiative D21 immer noch 20,2 Prozent der Deutschen nicht online, nur 2,9 Prozent planen den Schritt ins Internet. Von den 76,8 Prozent der als ­Onliner Klassifizierten gehen 9,9 Prozent über eine schmalbandige Verbindung ins Web, 59,2 Prozent haben einen Breitbandzugang.
Hierbei macht die DSL-Technologie ­erwartungsgemäß immer noch den größten Anteil mit 38,1 Prozent von allen ­Zugängen aus, auch wenn der Prozentsatz im Vergleich zu 2013 rückläufig ist. Verantwortlich für den Rückgang sind der Initiative D21 zufolge in erster Linie Kunden, die zu Kabelanbietern gewechselt haben.

Mobile statt DSL

11,6 Prozent der Befragten gaben an, über Kabel zu surfen, das sind zwei Prozent mehr als 2013. Und auch der Mobilfunkzugang wird laut D21-Digital-Index für ­immer mehr Kunden zum vollwertigen Ersatz für DSL: Waren 2013 nur 6,2 Prozent mit LTE und HSPA online, so sind es 2014 schon 8,1 Prozent (siehe Grafik). 
Quelle: INTERNET WORLD Business/D21-Digital-Index
 War früher nur der PC mit dem Internet verbunden, so ist es heutzutage eine ganze Bandbreite an Geräten. Unter allen befragten Internet-Nutzern lagen Desktop-PC und Notebook (jeweils 70 Prozent) ganz vorn. Etwas eigentümlich mutet die Zahl ­derer an, die angaben, ihr Smartphone und Tablet mit dem Internet verbunden zu haben: Nur 61 Prozent gehen laut der D21-Studie mit dem Smartphone ins Web. Bei ­Tablets sind es sogar weniger als ein Drittel. Eine Erklärung für diese äußerst niedrigen Werte liefert die Initiative D21 allerdings nicht, ebenso wenig wie für den vergleichsweise hohen Wert bei Fernsehern (27 Prozent), die an den Router angeschlossen sind. Verstärker, Receiver und Stereoanlagen sind bei immerhin 13 Prozent der Befragten online.
Dass das Thema Smart Home zwar im Bereich der Unterhaltungselektronik langsam auf dem Vormarsch ist, anderweitig im Haushalt aber noch nicht die von der Branche gewünschte Akzeptanz besitzt, zeigen die D21-Umfragewerte bei Haushalts­geräten und Haustechnik. Lediglich vier beziehungsweise zwei Prozent haben Geräte aus diesen Kategorien mit dem Internet verbunden.
In der Studie wurde unter anderem auch abgefragt, wofür die Konsumenten den ­Internet-Zugang nutzen - unabhängig vom Endgerät oder der Zugangstechnologie. Sehr häufig wurde die Information vor einem Online-Einkauf genannt, wobei sich die meisten hierbei auf die Produktsuche, auf Kundenempfehlungen und Preisvergleichsseiten verlassen.
Nur sieben Prozent informieren sich im stationären Geschäft, bevor sie online einkaufen. Das sogenannte Showrooming scheint ­also keine gängige Praxis zu sein.
Der E-Commerce boomt: Der Initiative D21 zufolge kauften 2014 zwei Drittel der Onliner regelmäßig im Web ein.



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