Dell-Studie 15.02.2019, 10:12 Uhr

Bei vielen Firmen beginnt die Digitalisierung erst

Laut einer Studie von Dell machen weltweit nach wie vor viele Firmen nur kleine Schritte in Richtung digitale Transformation. Gebremst werden sie vor allem durch knappe Budgets und Ressourcen.
(Quelle: Pexels/Philipp Birmes)
Schenkt man dem "Digital Transformation Index 2018" von Dell Technologies Glauben, dann steht die Digitalisierung weltweit in vielen Unternehmen noch im Anfangsstadium. Von 4.600 befragten Entscheidern aus 42 Ländern stuft noch fast jeder Vierte seinen Arbeitgeber entweder als "Digital Laggard" oder "Digital Follower" ein. Will heißen, dass in ihrer Firma entweder noch gar kein Digitalisierungsplan mit entsprechend bereitgestellten Investitionsmitteln existiert oder bislang noch kaum konkrete Zukunftspläne mit Digitalisierungsinvestitionen geschmiedet wurden.
Aber immerhin: Etwas mehr als die Hälfte aller Befragten stufte ihr Unternehmen als "Digital Evaluator" oder "Digital Adopter" ein - diese Firmen tasten sich mit der Planung von Initiativen und Investitionen bereits an die digitale Transformation heran oder verfügen bereits über eine ausgereifte Roadmap. Über alle untersuchten Gruppen hinweg, nahm der Anteil der "Digital Adopter" im Vergleich zu vor zwei Jahren insgesamt am deutlichsten zu - und zwar um neun Prozent. 2016 wurde die Studie zum letzten Mal durchgeführt.
Die Studie zeigt also auch, dass in puncto Digitalisierung kein kompletter Stillstand herrscht. Allerdings bezeichnen erst fünf Prozent der Entscheider ihre Firma als "Digital Leader", bei der die Digitalisierung in der Unternehmens-DNA verankert ist. "In naher Zukunft muss jedes Unternehmen ein digitales Unternehmen sein, aber unsere Studie zeigt, dass die Mehrheit noch einen langen Weg vor sich hat", wird Michael Dell, Chairman und CEO von Dell Technologies, in einem Communiqué zur Studie zitiert.

Coden und IT-Kenntnisse austauschen

Um die Hürden der digitalen Transformation zu überwinden, ergreifen die befragten Entscheider unterschiedliche Maßnahmen. Gemäß der Dell-Studie sind jedoch die interne Weiterentwicklung von Fähigkeiten und Fachkenntnissen, der Austausch sowie der Ausbau der Sicherheitsinfrastruktur am beliebtesten. 45 Prozent der Befragten wollen beispielsweise den Mitarbeitern das Coden beibringen, 43 Prozent wollen IT-Führungskräfte mit Business-Skills und Business-Führungskräfte mit IT-Skills ausstatten und 42 Prozent der Entscheider setzen auf Sicherheit und Datenschutz. Die begleitenden Investitionen fokussieren in den nächsten ein bis drei Jahren denn auch auf Cyber-Sicherheit, Multi-Cloud-Lösungen, IoT-Technologien und KI.
Die Befragung zum Digital Transformation Index hat Dell in Zusammenarbeit mit Intel und der Forschungsfirma Vanson Bourne durchgeführt. Laut Angaben von Dell ist das Ziel der Studie, den Fortschritt mittlerer und großer Unternehmen bei der digitalen Transformation abzubilden, Hoffnungen und Ängste von Führungskräften in diesem Prozess zu untersuchen sowie die wichtigsten Hürden zu identifizieren.



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