Lust und Frust im Job 28.02.2017, 10:05 Uhr

ITK-Branche hat Europas zufriedenste Arbeitnehmer

Mitarbeitern von IT- und Telekom-Unternehmen geht es in ganz Europa am besten, für Frust im Büro sorgen lahme und veraltete Technologien - das hat ADP in einer neuen Studie herausgefunden.
(Quelle: Shutterstock.com/Branislav Nenin)
Vom Bedarf an Weiterbildungsmöglichkeiten über berufliche Neuorientierung bis hin zur Frustration über eingesetzte Technologien: ADP, ein Anbieter von Services und Lösungen für die Personaladministration, hat eine Studie in Auftrag gegeben, für die 9.920 erwachsene Erwerbstätige zu wesentlichen Aspekten ihres Arbeitsplatzes befragt wurden.
In vielen Belangen belegte die ITK-Branche dabei Spitzenplätze: Sie weist etwa den höchsten Anteil an zufriedenen Mitarbeitern auf (79 Prozent), zudem gaben nur elf Prozent der Befragten an, unter übermäßigem Stress zu leiden.
Der Branchenvergleich zeigt, dass IT- und Telko-Angestellte am zuversichtlichsten auf ihre berufliche Zukunft blicken. 85 Prozent von ihnen hätten eine positive Einstellung im Hinblick auf die nächsten fünf Berufsjahre - bei den Kunst- und Kulturschaffenden waren es im Vergleich dazu 71 Prozent. Unterstützend kommt hinzu, dass 90 Prozent von ihnen angeben, bereits jetzt über Fähigkeiten und Kenntnisse zu verfügen, die in Zukunft gefragt sein werden. Die Arbeitgeber von 81 Prozent der ITK-Angestellten würden diese darüber hinaus in ihrem beruflichen Werdegang unterstützen.

Technik-Frust

Für die Studie war nebst den Zukunftsaussichten auch Alltägliches, wie die Frustration am Arbeitsplatz durch Technologie, von Interesse. "Da die Arbeitswelt schnelllebig ist und man immer auf Draht sein muss, kann selbst das kleinste IT-Problem riesige Auswirkungen haben", schreiben die Autoren. Am meisten Nerven kosteten die europäischen Arbeitskräfte langsame und veraltete Technologien sowie eine langsame Internetverbindung.
In der Rangliste der attraktivsten Länder für Arbeitnehmer aus dem Ausland schaffte es Deutschland auf Platz eins. Damit verdrängt die Bundesrepublik Großbritannien und Nordirland von der Spitze. Grund dafür sei höchstwahrscheinlich der Brexit, heißt es in der Studie.
Zudem gehören deutsche Arbeitnehmer mit jenen aus den Niederlanden, der Schweiz und Polen zu den Optimisten in Europa. Polnische Angestellte blicken mir der größten Zuversicht auf ihre berufliche Zukunft
Eine wichtige - nicht ganz neue - Erkenntnis für Arbeitgeber: Eine Lohnerhöhung reicht in der Regel aus, um die Motivation der Belegschaft zu steigern. Vergütungen und Arbeitgeberleistungen stellen für knapp die Hälfte aller Befragten den größten Motivationsfaktor dar. Mit größerem Abstand folgen Beziehungen zu Kollegen, eine gute Work-Life-Balance und Lob vom Management.
Die Studienteilnehmer kamen aus verschiedenen europäischen Ländern - darunter Frankreich, Deutschland, Italien, die Niederlande, Polen, Spanien, die Schweiz sowie Großbritannien und Nordirland - und diversen Branchen.



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