Europäische Login-Lösung 08.11.2018, 11:26 Uhr

Die European netID Foundation geht offiziell an den Start

Die europäische Login-Lösung netID ist offiziell gestartet. Rund 60 Partner sind mit dabei, darunter Merkur.de, sat1.de sowie der Online-Mode-Shop Calida. Nutzer können sich ab sofort bei diesen Partnern mit einem einheitlichen Account anmelden.
(Quelle: shutterstock.com/adichrisworo )
Die europäische Login-Lösung netID ist seit Donnerstag mit 60 Partner-Websites verfügbar. Auf den Seiten etwa von Merkur.de, TV-Senderportalen wie sat1.de oder kabeleins.de sowie bei dem Online-Mode-Shop Calida können sich Nutzer mit einem einheitlichen Account anmelden.
Das Angebot versteht sich als Konkurrenz zu amerikanischen Plattformen - Facebook, Google und Twitter etwa bieten ihren Nutzern schon lange die Möglichkeit an, sich mit ihren Account-Daten auf verschiedenen Seiten anmelden zu können.
"Wir freuen uns, dass zum Start bereits 60 Internet-Angebote aus den Bereichen Information, Unterhaltung und E-Commerce mit dem netID-Login nutzbar sind", sagt Sven Bornemann, Vorstandsvorsitzender der European netID Foundation. "Dieses Angebot werden wir nun gemeinsam mit den Partnern, die wir in den letzten Wochen gewonnen haben, zügig ausbauen."

Potenzielle 35 Millionen Kunden

Rund 35 Millionen Internet-Nutzer könnten sich mit ihren bestehenden Web.de-, gmx- und 7Pass-Accounts ab sofort anmelden, hieß es. Mit einer beliebigen Mail-Adresse könne man sich aber auch auf jeder Partnerseite oder auf netid.de registrieren.
Hinter der netID-Plattform, die schon seit längerem in Planung war, stehen die Medienunternehmen ProSiebenSat.1 und RTL sowie United Internet mit seinen Marken gmx und web.de.
Ein deutscher Konkurrent ist der Login-Dienst Verimi mit Partnern wie der Deutschen Bahn, der Deutschen Telekom, Volkswagen, Lufthansa und dem Medienunternehmen Axel Springer. Die deutschen Anbieter wollen damit die Hoheit über die Daten im Netz nicht der amerikanischen Konkurrenz überlassen und werben zugleich mit einer transparenten Datennutzung.

Um der US-Marktmacht etwas entgegenzusetzen und künftig rechtssicher agieren zu können, bilden sich in Deutschland Allianzen. Sie wollen User dafür gewinnen, sich zu registrieren und das Opt-in für Targeting-Zwecke zu erhalten. Wir zeigen die wichtigsten Verbände.




Das könnte Sie auch interessieren