Marketing-Software 29.04.2015, 10:03 Uhr

Adobe und Microsoft verschmelzen Software

Zwei Konkurrenten schließen sich zusammen: Microsoft und Adobe haben eine strategische Partnerschaft beschlossen und verknüpfen ihre Marketing-Software-Suiten
Adobe Marketing Cloud und Microsoft Dynamics
(Quelle: Adobe/Microsoft )
Elefantenhochzeit unter den Marketing-Software-Herstellern: Microsoft und Adobe haben eine strategische Partnerschaft vereinbart und verknüpfen ihre Marketing-Suiten miteinander. Wie die Unternehmen am heutigen Mittwoch in London bekannt gaben, werden die Funktionen der Adobe Marketing Cloud und der Microsoft Dynamics Marketing Plattform mit einander verschmolzen, so dass Kunden beider Unternehmen eine gemeinsame Datenbasis nutzen können.
Diesem Schritt sollen weitere folgen: So soll die Adobe Cloud-Plattform komplett in die Microsoft Azure Plattform integriert werden. Einzelne Anwendungen wie Adobe Campaign und Adobe Experience Manager sind bereits Azure-zertifiziert.
Mit Microsoft und Adobe schließen sich zwei ungleiche Player in den Bereichen CRM und CMS zusammen. Adobe hat einen Jahresumsatz von rund vier Milliarden US-Dollar, von denen rund drei Viertel aus dem Vertrieb von Kreativ-Software wie Photoshop, InDesign und Illustrator stammt. Diese Produkte sind seit 2013 in der Adobe Creative Cloud gebündelt und werden als Software as a Service (SaaS) verkauft. Mit einem Jahresumsatz von rund 77 Milliarden US-Dollar ist Microsoft mit großem Abstand der größere Partner. Genau wie Adobe setzt auch Microsoft zunehmend auf SaaS: Zentrale Produkte wie MS Office sind seit einiger Zeit auch als SaaS erhältlich.
Mit der Verschmelzung der beiden Marketing-Suiten stellt sich die Frage, ob eventuell auch beide Konzerne miteinander verschmelzen könnten. Die Idee hätte Charme, da beide in ihren Bereichen Standards gesetzt haben, andererseits in vielen Feldern nicht direkt miteinander konkurrieren. Zu solchen Plänen gibt es derzeit von beiden Unternehmen jedoch keinerlei Aussagen.
Beim Umsatz setzte Microsoft im ersten Quartal 2015 mit einem Plus von 6,5 Prozent ein Ausrufezeichen. Der Nettogewinn ging jedoch erneut zurück



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