Gutscheinportale: Mit Coupons Kunden gewinnen

Gutscheinportale im Überblick

Die Anbieter der Gutscheinportale sind bestrebt, sich breit aufzustellen. Die Bonner LLG Media, Betreiberin von Gutschreinrausch.de, nutzt beispielsweise auch Hebeleffekte durch Newsletter, um Leads für die Händler zu generieren. Dadurch möchte das Unternehmen vor allem jene Konsumenten zum Kauf bewegen, deren Kaufentscheidung noch nicht feststeht. Darüber hinaus setzt LLG Media auf Partnerschaften mit reichweitenstarken Medien. So startete im November 2017 ­eine Kooperation mit Stern.de. Auf Freenet.de ist ebenfalls eine Gutscheinseite von LLG Media eingebunden. Auf diesen Seiten werden auch exklusive Gutscheine angeboten, die nur über diese Partner erhältlich sind.
Groß im Geschäft ist auch die Sendergruppe RTL. Das Tochterunternehmen Smart Shopping and Saving betreibt hierzulande mit Gutscheine.de und Gutschein.de reichweitenstarke Angebote. Außerdem ist es in der gesamten DACH-Region und in Polen aktiv.
Die Sparwelt GmbH gehört ebenfalls zur RTL Mediengruppe und positioniert sich als Experte für Multichannel-Impulse-Marketing. Zum Unternehmen gehören neben dem Ratgeber- und Verbraucherportal Sparwelt.de diverse Reichweitenpartner, unter anderem Gutscheine.focus.de und Gutscheine.chip.de. Der Ansatz: Sparwelt versteht sich als Partner und Marketing­instrument. Dies möchte das Unternehmen nicht nur durch Gutscheine, sondern vor allem durch redaktionelle Artikel, Gratisaktionen oder zeitlich begrenzte Angebote erreichen.
Auch der Anbieter Mensch Danke aus Berlin sieht Gutscheine nur als einen Bestandteil im Konzept. Neben dem Gutscheinportal Gutscheinpony.de betreibt die Firma fünf weitere Portale, beispielsweise Schnäppchenfuchs.de und Tripdoo.de. Händler haben die Möglichkeit, mit Performance-basierten Kampagnen - über Affi­liate-Netzwerke oder eine Direktkooperation - sowie über Mediabuchungen mit dem Unternehmen zusammenzuarbeiten.

Technologie für die Aussteuerung

Für viele Händler ist Gutscheinmarketing ein ­wesentlicher Bestandteil ihres Geschäfts. Die technische Entwicklung eröffnet ihnen weitere Möglichkeiten. So launchte im Sommer 2017 das Beratungsunternehmen Liquam mit "Selling Node" eine Cloud-basierte Infrastruktur, mit der sich komplette Rabatt- und Verkaufsaktionen durchführen lassen. Hier können Händler ein komplexes Regelwerk hinterlegen und Gutscheine beispielsweise abhängig von der Bestellhistorie, dem Klickverhalten oder den ­Retourenquoten aussteuern.
Zusätzlich stellt "Selling Node" externe Daten zur Verfügung, zum Beispiel zu Sportereignissen oder Wetterdaten. Damit lassen sich Produkte jeweils nach regionalem Wetter oder dem Spielstand eines Fußballspiels rabattieren. Die Aktionen können sowohl stationär als auch online ausgesteuert und eingelöst werden.

Besseres Tracking durch neuen Standard

Auch das Tracking wird detaillierter. Für neuen Schwung könnte der weltweit gültige Standard "Global Coupon Number", kurz GCN, sorgen. Die von der Organisation GS1 entwickelte Norm umfasst eine eindeutige Nummer, mit der ein Gutschein von der Verteilung bis zur Einlösung nachverfolgbar wird.
Im Frühjahr 2017 ging unter Feder­führung der Handelskette Real und des Coupon-Clearing-Unternehmens ­Acardo, dem Mutterkonzern von Couponplatz.de, die erste Kampagne mit der Global Coupon Number erfolgreich über die Bühne.
Anders als andere Portale richtet sich Couponplatz.de an Marken aus dem Konsumgüterbereich, die hier ihre Gutscheine bereitstellen. Der Nutzer druckt sie aus und löst sie im stationären Einzelhandel ein. Mit der GCN lassen sich Gutschein-Nutzer nun ähnlich wie im Online-Handel detailliert und auch kanalübergreifend tracken. Multichannel-Couponing wird dadurch attraktiver. Couponplatz.de hat bereits angekündigt, künftig nicht nur Gutscheine für den stationären Handel anzubieten. Im Jahr 2018 sollen die ­Kanäle Online und Mobile hinzukommen.



Das könnte Sie auch interessieren