Das sind die IT-Trends für 2019

Capgemini: KI und Microservices

Capgemini veröffentlicht jährlich eine IT-Trends-Studie. Thomas Heimann, Principal En­terprise Architect bei Capgemini und Co-Autor der Studie, betont die Bedeutung von KI für das Jahr 2019: "Künstliche Intelligenz in all ihren Facetten wie Sprach-, Bild- oder Videoerkennung, Auswertung, Automatisierung und vieles mehr wird ein zentrales Thema werden. Insbesondere der Wunsch nach einer zunehmenden Automatisierung ist hierfür der Auslöser."
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Quelle: AGCS
Capgemini sehe, dass die Lösungen zunehmend intelligenter würden, wobei klar sei, dass Robotic Process Automation beziehungsweise Intelligent Process Automation eher als Brü­ckentechnologie zu verstehen seien.
Microservices: Ein weiteres wichtiges Thema sind laut Capgemini die Folgen von Microservices: "Durch die zunehmende Verbreitung des Microservice-Architektur-Paradigmas wird eine Entkoppelung der Software-Komponenten vonei­nander wichtiger und Event-basierte Architekturen rücken stärker in den Fokus", so Heimann.
Cloud: Die Cloud wird dem Capgemini-Experten zufolge 2019 noch einmal an Wichtigkeit zunehmen: "Cloud-Native wird sich weiter ausweiten. Es ist zudem in den Unternehmen angekommen und damit aus meiner Sicht schon gar kein Trend mehr", stellt Heimann klar. Bei den entsprechenden Plattformen stünden die Hybrid-Clouds im Vordergrund, getrieben durch die Modernisierung der bestehenden Anwendungslandschaft.
Als weitere Entwicklungen nennt Thomas Heimann Analytics und Agilität. Das Thema Analytics sei zwar schon in den Vorjahren auf der Agenda gewesen. Kombiniert mit den Möglichkeiten der Künstlichen Intelligenz werde es aber zusätzlichen Aufwind erhalten. Der Anteil der agilen Software-Entwicklung werde weiter steigern. Hier gehe es, so Capgemini, insbesondere um Skalierung und weltweite Liefermodelle, da man sonst in Deutschland durch den Fachkräftemangel ausgebremst werde.
DevOps: Ein Trend seien außerdem DevOps: "DevOps ist die natürliche Erweiterung des agilen Vorgehens im operativen Bereich und damit ein Hebel zur Reduzierung der Time-to-Market. Das Thema wird in diesem Kontext weiter an Bedeutung gewinnen", erklärt Heimann. Kundenzentrisches Denken werde noch konsequenter umgesetzt werden, womit der Bedarf an UX-Design-Expertise steige.
Als Herausforderungen für die Unternehmen in Deutschland nennt Heimann den Fachkräftemangel, neue Anforderungen an die Mitarbeiter durch Automatisierung und den Bedarf an "digitalem Denken": In Deutschland sei es nicht mehr einfach, entsprechend technologisch geschultes Fachpersonal zu bekommen. Zusätzlich steige die Vielfalt der vorhandenen Technologien, was die Komplexität erhöhe. "'Shoring & Sharing' ist der richtige Ansatz", meint Heimann, also die teilweise Auslagerung der IT an einen Dienstleister.
Automatisierung: Auf organisatorischer Ebene bringe eine Automatisierung nicht nur Vereinfachungen und Verbesserungen für Kunden und Mitarbeiter. Insbesondere für Mitarbeiter änderten sich, so Capgemini, durch Automatisierung die Prozesse, was deren Qualifizierung für neue, höherwer­tige Aufgabenstellungen notwendig mache. Dafür brauche man umfassende Änderungsprogramme. "Das zieht sich durch das gesamte Unternehmen, von der IT-Abteilung über die Support-Prozesse wie HR und Einkauf bis hin zu den Fachabteilungen und deren Kernprozessen im Unternehmen", gibt Capgemini zu bedenken.
Eine besondere Herausforderung aber sei das konsequente digitale Denken. Dies illustriert Thomas Heimann an einem Beispiel: "Die öffentliche Verwaltung digitalisiert oftmals den dokumentenbasierten Prozess. Richtig wäre aber, den dokumentenbasierten Prozess in einen informationsbasierten Prozess zu ändern. Der Kunde und nicht das Dokument sollte mehr im Mittelpunkt stehen. Die Informationen sollten fließen, und bei Bedarf erzeugt man ein Dokument, wenn man es braucht. Auf diese Art kann sich eine Unternehmung digital besser in organisations- beziehungsweise branchenübergreifende Prozesse einklinken."



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