IPO an der Frankfurter Börse 28.08.2019, 09:45 Uhr

TeamViewer will an die Börse

Das Göppinger Software-Unternehmen TeamViewer strebt den Börsengang an.  Branchenexperten bewerten die Fernwartungsspezialisten mit vier bis fünf Milliarden Euro.
(Quelle: shutterstock.com/Sharaf Maksumov)
In Deutschland bahnt sich der größte Börsengang eines Technologie-Unternehmens seit dem Platzen der Dotcom-Blase an. Noch sind die Details des am Mittwoch angekündigten IPO des Software-Herstellers Teamviewer nicht bekannt, aber das Volumen könnte sich dabei nach Einschätzung von Experten auf bis zu zwei Milliarden Euro belaufen. Das 2005 gegründete Unternehmen bietet Software für die Vernetzung und Fernwartung von Computern an.
Fest steht aktuell, dass der Eigentümer Permira Teamviewer noch in diesem Jahr an die Frankfurter Börse bringen will. Dabei sollen voraussichtlich nur Anteile des britischen Finanzinvestors platziert werden, wie das Unternehmen am Mittwoch in Göppingen mitteilte. Der britische Finanzinvestor will damit fünf Jahre nach seinem Einstieg Kasse machen. Für Permira dürfte sich der Börsengang auf jeden Fall lohnen.
Teamviewer machte zwar wie bei der Ankündigung eines Börsengangs üblich keine Angaben über das angepeilte Volumen. Experten gehen aber davon aus, dass das schnell wachsende und hoch profitable Unternehmen mit vier bis fünf Milliarden Euro bewertet wird. Zudem wurde zuletzt darüber spekuliert, dass Permira 30 bis 40 Prozent der Anteile loswerden will. Damit könnte das Volumen des Börsengangs bis zu zwei Milliarden Euro betragen.
Permira hatte das erst 2005 gegründete Unternehmen 2014 für 870 Millionen Euro gekauft

Umstellung auf das Abo-Model

Im vergangenen Jahr sind die fakturierten Umsätze des Unternehmens um 25 Prozent auf 230 Millionen Euro gestiegen. Für dieses Jahr wird ein Wachstum von bis zu 39 Prozent auf bestenfalls 320 Millionen Euro erwartet. Die operative Bruttomarge soll dabei über der Schwelle von 50 Prozent liegen - das ist selbst für die an hohe Margen gewöhnte Branche ein sehr guter Wert.
Das Unternehmen profitiert unter anderem davon, dass es bereits im vergangenen Jahr die Umstellung auf das Abo-Modell abgeschlossen hat - derzeit hat Teamviewer, dessen Software für Privatkunden in der Basisversion umsonst ist, 360.000 Abonnenten. Die Software des Unternehmens wird derzeit auf 340 Millionen Geräten aktiv eingesetzt.

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