Mit der Blockchain auf Spritztour

Tanken mit der Blockchain

Die Parkuhr zieht via Blockchain im Zehn-Sekunden-Takt die Parkgebühr ein.
Quelle: Jens Stark
Schließlich wurde eine Elektrotankstelle angesteuert. Hier wird dem Benutzer sobald er das Ladekabel mit dem Auto verbindet, ein größerer Betrag abgebucht. "Das Geld wird dabei auf eine Art virtuelles Treuhandkonto überwiesen", so Rotter weiter. Sobald der Stecker wieder gezogen wird, überweist das System den nicht getankten Betrag zurück.
Car eWallet, das während der Spritztour gut funktionierte, ist noch ein Prototyp. Doch bereits im nächsten Jahr soll das System in einem Pilot weiter getestet werden, verspricht Alexander Graf von ZF am Rande der Veranstaltung. Genaueres konnte er noch nicht sagen, doch am ehesten werde man das System in einem "Flotten-Set-up" dann genauer in der Praxis unter die Lupe nehmen können.
Die ganzen Abrechnungsmethoden und Beglaubigungen basieren wie erwähnt auf Blockchain-Technik von IBM. Diese wird über die Cloud bereitgestellt und von Hyperledger Fabric 1.0, einem Blockchain Framework und einem der Hyperledger-Projekte, die von der Linux Foundation gehostet werden, angetrieben.

Ticket-Betrug durch die Blockchain vereiteln

Am Medientag wurde auch eine Lösung für den sicheren Verkauf von Tickets gezeigt. Derzeit werde mit Tickets noch häufig Missbrauch getrieben, argumentierte Björn Tackmann vom Zürcher IBM-Labor. So ließen sich Tickets mehrmals ausdrucken und gewährten jeweils nur demjenigen Einlass, der als erster an den Scannern des Veranstalters die Tickets entwerten lässt.
Ganz anders mit dem System TicketChain, das Tackmann zeigte. Hier werde jede Transaktion über die Hyperledger von IBM abgewickelt, so dass der Vorgang registriert und der Besitzer eindeutig identifiziert werden könne. Bei einer Live-Demo wurde gezeigt, wie Käufer und Verkäufer des Tickets ihre Transaktion über eine Smartphone App abwickelten. Dabei wurde der Kauf durch Scannen eines QR-Codes auf dem Handy des Gegenübers besiegelt.



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