Nach Mehrmonatstief 28.10.2019, 09:31 Uhr

Bitcoin: Sprung über 9.000-Dollar-Marke

Nach ihrem Mehrmonatstief ist die populärste Kryptowährung wieder auf Kurs: Zuletzt kostete ein Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp rund 9.400 US-Dollar.
(Quelle: shutterstock.com/AnnaGarmatiy)
Die Kryptowährung Bitcoin hat am Samstag ihre Rally nach dem Mehrmonatstief am Mittwoch fortgesetzt. In der Nacht auf Samstag kletterte der Kurs der ältesten und bekanntesten Digitalwährung zeitweise sogar über die Marke von 10.000 US-Dollar, konnte dieses Niveau aber nicht halten. Zuletzt kostete ein Bitcoin auf der Handelsplattform Bitstamp rund 9.400 US-Dollar und damit noch mal zirka 900 US-Dollar oder rund zehn Prozent mehr als noch am Freitagabend.

Bis Mittwoch war der Bitcoin noch deutlich unter Druck gestanden - der Kurs fiel bei Bitstamp bis auf 7.293 US-Dollar und damit den tiefsten Stand seit Mai. Am Freitagnachmittag setzte aber eine heftige Gegenbewegung ein, die den Kurs um rund 2.100 US-Dollar beziehungsweise fast 30 Prozent nach oben trieb. Wie meistens bei den starken Ausschlägen bei Kryptowährungen gab es keinen klaren fundamentalen Grund.

Hoffnung auf Rückenwind für Kryptowährungen

Einige Bitcoin-Expeten wie Timo Emden von Emden Research sahen positive Aussagen des chinesischen Präsidenten Xi Jinping über die Bedeutung der Blockchain-Technologie und damit der Technik die dem Bitcoin zugrunde liegt, als Grund für den Stimmungsumschwung. Dies nähre die Hoffnung, dass es für die Kryptowährungen bald mal wieder Rückenwind geben könnte, nachdem es in den vergangenen Jahren eher Gegenwind durch neue Auflagen gegeben hatte.

Der starke Anstieg am Freitagabend könnte nach Einschätzung von Emden zudem auf einen sogenannten Short-Squeeze zurückzuführen sein. Es deute vieles darauf hin, dass wegen der Aufwärtsdynamik zahlreiche Leerverkäufer, die mit fallenden Kursen Geld verdienen wollen, zum Glattstellen der eigenen Positionen gedrängt wurden.

Das Mehrmonatstief am Mittwoch hatten Marktteilnehmer mit einer Anhörung von Facebook-Chef Mark Zuckerberg vor einem amerikanischen Kongressausschuss begründet. In dieser ging um die von Facebook und anderen Unternehmen geplante Digitalwährung Libra. Das Vorhaben hat seit Bekanntwerden starke Kritik von Politik, Regulatoren und Zentralbankern auf sich gezogen.

Einige wichtige Unterstützer wie der Bezahldienst PayPal sind mittlerweile abgesprungen, was den Erfolgsaussichten von Libra geschadet hat.



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