NYIAX 16.05.2017, 08:05 Uhr

Erster Handelsplatz für künftige Werbeplatzierungen

Die New York Interactive Advertising Exchange will Transparenz ins Trading bringen. Auf der weltweit ersten Handelsplattform für ­Anzeigenverträge werden künftige Werbeplatzierungen gehandelt.
NYIAX stellt eine Plattform für den Einkauf, den Verkauf und den Wiederverkauf von künftigem Premium-Werbeinventar als garantierte Buchung bereit.
(Quelle: Shutterstock.com/alexskopje)
New York City, USA, wird Sitz der weltweit ersten Handelsplattform für ­Anzeigenverträge. Auf der neuen "New York Interactive Advertising Exchange" (NYIAX) sollen Anbieter von Werbeplätzen (Publisher) und Einkäufer (Advertiser) zusammenfinden.
Im Gegensatz zu Ad Exchanges im Programmatic Advertising, auf denen Werbeplatzierungen in Echtzeit verkauft werden, wird auf NYIAX mit künftigen Werbeplatzierungen gehandelt. ­NYIAX basiert auf der erprobten Handels­technologie der elektronischen Börse ­Nasdaq. "NYIAX stellt eine Plattform für den Einkauf, den Verkauf und den Wiederverkauf von künftigem Premium-Werbeinventar als garantierte Buchung bereit", erklärt Richard Bush, Chief Product and Technology Officer von NYIAX.

Blockchain-Technologie

Noch gibt ­NYIAX nicht viele Details preis, wahrscheinlich deshalb, weil das Projekt noch recht neu ist. So viel ist bislang bekannt: Die Handelsplattform wird komplett in der Cloud laufen und sich die Blockchain-Technologie zunutze machen. Die Blockchain-Technologie ermögliche mehr Transparenz, einen permanenten Nachweis und erhöhe die Sicherheit, so Bush, der zuvor für Iponweb, einen Spezialisten für die Entwicklung von Adexchange-Technologie, als General Manager Publisher Solutions tätig war.
Einkäufer sollen mit der Handelsplattform einen transparenten, vertrauenswürdigen Markt erhalten, auf dem sie sich künftiges Premium-Inventar frühzeitig ­sichern oder es weiterverkaufen können. Publisher hingegen sollen einen größeren Teil ihres Inventars zu garantierten Preisen verkaufen können und weniger Zwischenhändler benötigen. NYIAX wird Transaktionsgebühren für den Handel erhalten.

Ehrgeizige Pläne

Der Zeitplan sieht vor, dass die Pilotphase bis Ende 2017 dauert. Im ersten Quartal startete ein interner Techniktest. Nun werden erste Testkunden auf die Plattform gebracht, deren Feedback im zweiten Quartal in die Weiterentwicklung einfließen soll. Die Pläne sind ehrgeizig: Sobald die Handelsplattform ­eine kritische Masse im Segment digitale Werbung erreicht habe, werde man auch die Segmente TV, Print, ­Radio und Out-of-Home angehen, erklärt NYIAX-CEO Lou Severine. NYIAX werde alles verändern, meint Severine: "Das Werbegeschäft, wie wir es seit den vergangenen 20 Jahren kennen, wird Vergangenheit sein."
Ein Erfolg der Handelsplattform hängt davon ab, ob es ihr gelingt, genug ­Player auf die Plattform zu bringen und sie von ihrem Nutzen zu überzeugen.



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