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Unister
Sonstiges 18.07.2016
Sonstiges 18.07.2016

Internetportalbetreiber Unister meldet Insolvenz an

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Am vergangenen Donnerstag ist Unister Chef Thomas Wagner bei einem Flugzeugabsturz verunglückt. Jetzt meldet sein Unternehmen Insolvenz an. In finanzieller Schieflage befindet sich Unister aber schon länger.

Einige Tage nachdem der Tod von Thomas Wagner, Chef der Leipziger Internetgruppe Unister, bekannt wurde, hat das Unternehmen Insolvenz angemeldet, berichtet N-TV. Nun sollen mehr als 1.000 Mitarbeiter um ihre Jobs bangen. Unter dem Dach des Unternehmens Unister befinden sich rund 40 Internetunternehmen, darunter die Reiseportale Fluege.de und Ab-in-den-Urlaub.de.

Mit der Verwaltung des Insolvenzverfahrens ist derzeit der Anwalt Lucas Flöther betreut. Das soll Flöther der Mitteldeutschen Zeitung mitgeteilt haben. Das vorläufige Insolvenzverfahren sichere die Handlungsfähigkeit der Gruppe, sagte Flöther der Zeitung.

Unister steckt schon länger in roten Zahlen

Die Internetgruppe Unister soll schon länger tief in den roten Zahlen stecken. Seit geraumer Zeit befindet sich die Gruppe in einer Umstrukturierungsphase. Bereits 2014 gliederte man die Travel-Sparte aus, um sie dann in eine AG umzuwandeln. In diesem Zuge sind damals 200 Mitarbeiter entlassen worden. 2015 hat Unister weitere 150 Stellen gestrichen. Erst vor Kurzem verkaufte das Unternehmen außerdem das Portal Geld.de.

Tod von Thomas Wagner

Der durchaus umstrittene Unister Chef Thomas Wagner ist am vergangenen Donnerstag mit einem Privatflugzeug über Slowenien abgestürzt. Wagner war auf dem Rückweg von Venedig nach Leipzig. Ebenfalls mit zu den Todesopfern des Flugzeugabsturzes zählen Unister-Gesellschafter Oliver Schilling, ein Banker sowie der Pilot der Maschine.

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