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Neues Planungstool für Otto
Sonstiges 21.08.2009
Sonstiges 21.08.2009

Neues Planungstool für Otto

Otto will mit einem neuen Prognosesystem die eigene Wirtschaftlichkeit verbessern. "Die Online-Intelligenz von Platzhirschen wie Amazon oder eBay ist unser Maßstab", sagte Hans-Otto Schrader, der Chef der Versandhausgruppe. Dem insolventen Konkurrenten Quelle gibt er keine Chance.

Quelle habe den Internettrend im Versandhandel zu spät erkannt, sagte Schrader dem Handelsblatt. Eine Neupositionierung erfordere einen Zeitraum von mindestens drei, eher fünf Jahren.

Um die Absatzmenge eines Artikel präziser vorherzusagen, hat Otto mit dem Karlsruher Physikprofessor Michael Feindt ein neues Verfahren eingesetzt. Vor allem die komplexen Anforderungen des Onlinehandels hätten die Probleme verschärft: Falsch kalkulierte Mengen führten zu teuren Nachlieferungen oder dem Ausfall eines Geschäftes. Das neue Programm verknüpft eine Vielzahl bestellrelevanter Daten wie Preis, Angebotsdauer und Kundengruppen.

Otto zufolge lässt sich die Qualität der Absatzprognosen um bis zu 50 Prozent verbessern. Der Restbestand am Saisonende im Modebereich sank dank des Prognose-Instruments um mehr als 20 Prozent."Für das laufende Geschäftsjahr der Otto Group im Inland rechne ich mit einer Verbesserung der Wirtschaftlichkeit in der Größenordnung von 20 Mio. Euro", prognostiziert Schrader.

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