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IBM will Coremetrics übernehmen
Sonstiges 16.06.2010
Sonstiges 16.06.2010

IBM will Coremetrics übernehmen IT-Unternehmen erweitert sein Service-Portfolio

Adobe hat es bereits getan, jetzt greift auch IBM bei einem auf Webanalyse spezialisierten Unternehmen zu. Bis zum dritten Quartal 2010 will der US-Konzern die Übernahme von Coremetrics abgeschlossen haben.

Bisher hatte IBM mit Coremetrics zusammengearbeitet und darüber den Kunden bereits die Dienstleistungen des Webanalyse-Unternehmens zur Verfügung gestellt. Um das Geschäftsmodell weiter zu entwickeln und auszubauen hat sich IBM nun zum Kauf des Unternehmens entschieden. Coremetrics soll in den Bereich Business Analytics integriert werden und wird dabei IBMs WebSphere-Produkte erweitern.

Steve Mills, IBMs Senior Vice President und Software Group Executive, geht davon aus, dass man gemeinsam unter einem Dach besser auf die Bedürfnisse der Kunden eingehen könne. "Der Bankensektor, die Reise- und Transportbranche gehören typischerweise nicht zum traditionellen Retailgeschäft, dennoch wollen die Menschen all diese Sachen heutzutage online machen. Wir glauben, dass wir dieses künftig zu einem sehr viel größeren Geschäftsfeld von IBM machen können."

Nach der Ankündigung des Deals legte der Aktienkurs von IBM um bis zu ein Prozent auf 129,89 US-Dollar pro Aktie zu. Bereits zuvor hatte IBM angekündigt, bis 2015 rund 20 Milliarden US-Dollar für die Übernahme weiterer Unternehmen ausgeben zu wollen. Was die Übernahme von Coremetrics und deren 230 Beschäftigten kostet, wurde bisher nicht bekannt gegeben.

Im September 2009 wurde mit Omniture einer der größten Rivalen von Coremetrics vom Softwareentwickler Adobe übernommen. Auch IBMs Konkurrenten Dell, Oracle oder Hewlett-Packard sind auf der Suche nach Übernahmekandidaten, um ihre Geschäftsmodelle breiter aufstellen zu können.

Christian Sauer, Geschäftsführer des Berliner Webanalysespezialisten Webtrekk beurteilt die Übernahme positiv: "Offensichtlich hat auch IBM erkannt, dass man detaillierte, auswertbare Informationen benötigt, um ein Medium zu verstehen und effektiv zu monetarisieren. Darüber hinaus bietet dieser dynamische Markt weiterhin enorme Wachstumschancen für einen der weltweit führenden Anbieter von Hard-und Software sowie Dienstleistungen im IT-Bereich. Ein gesteigerter Wettbewerb wirkt sich auf unsere Branche sicherlich belebend aus und stärkt gleichzeitig unsere Position als unabhängiger Anbieter in diesem sensiblen Marktsegment."

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