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Chinesische Flagge
Sonstiges 18.11.2015
Sonstiges 18.11.2015

Serviceplan Roadshow China Insights "Im chinesischen Markt muss man laut sein"

shutterstock.com/Jiri Flogel
shutterstock.com/Jiri Flogel

Wie positionieren Unternehmen ihre Marke erfolgreich auf dem chinesischen Markt? Was müssen Firmen hier beachten? Antworten auf diese Fragen gibt Marc Finsterlin, Managing Partner Serviceplan China.

Das Ziel eines jeden Unternehmens, das sich im chinesischen Markt etablieren will, muss es sein, die beste Marke aufzubauen, erklärte Marc Finsterlin, Managing Partner Serviceplan China, gleich zu Beginn seines Vortrags "360° Branding in China" auf der Serviceplan Roadshow China Insights. Doch wie gelingt es einer Firma 1,4 Milliarden Leute zu erreichen?

Zunächst müssen sich Firmen die Chancen, aber auch die Hürden, die der chinesische Markt mit sich bringt, vor Augen halten, so Finsterlin.

Chancen

  • Es gibt 1,4 Milliarden Konsumenten, die meisten davon sind zwischen 25 und 45 Jahren alt
  • China bietet den größten E-Commerce-Markt und ist der zweitgrößte Luxusmarkt der Welt
  • stark wachsender Online-Markt
  • E-Commerce ist Bestandteil des "Fünf-Jahres-Plans" der chinesischen Regierung und wird damit in den kommenden Jahren extrem gefördert
  • große Akzeptanz der deutschen Produkte

Hürden

  • Die Sprache und die andere Kultur sind eine Herausforderung: Unternehmen müssen ihre Zielgruppe genau analysieren
  • Es herrschen die gleichen Regeln wie in Deutschland, allerdings gibt es vollkommen andere Player, die den lokalen E-Commerce-Markt beherrschen
  • Es gibt viele Fake-Produkte
  • Der Markt ist sehr groß und teilweise auch undurchsichtig
  • sehr heterogene Konsumentengruppe

Wichtige Aspekte des chinesischen Marktes

Wie Finsterlin erläuterte, müssen sich Unternehmen über drei Aspekte im Klaren sein, ehe sie sich auf den chinesischen Markt stürzen: Zum einen gilt in China Mobile First. Der M-Commerce-Markt ist laut dem Serviceplan-Mann im Vergleich zum Jahr 2014 hier um 250 Prozent gewachsen.

Zum anderen ist in China der Aspekt Social Media besonders wichtig: Essentiell auf dem chinesischen Markt ist aus diesem Grund der richtige Social-Media-Marketing-Mix. Denn Social Media ist der bevorzugte Kanal der Chinesen, um mit einer Marke in Verbindung zu treten. Zu den wichtigsten Kanälen zählten hier WeChat und Weibo.

Zudem gehört Finsterlin zufolge Multichannel zum täglichen Geschäft. Durch die Verbindung von Online und Offline könnten Unternehmen es schaffen, Leben in die ansonsten leeren stationären Geschäfte zu bringen.

Aufgaben vor dem Markteintritt

Vor dem Markteintritt müssen sich Marken ihre Zielgruppe klar definieren und die richtige Örtlichkeit für die Produkte finden. Außerdem sollten sie bereit sein, die gleichen Investitionen, wie in anderen Ländern zu tätigen.

Weitere Aufgaben, die notwendig für den Erfolg einer Marke in China sind, sind unter anderem: ein Markenbewusstsein aufzubauen, dem Konsumenten Erlebnisse zu bieten, Interesse und Markenbindung herzustellen und die Mitbewerber in Sachen Verkäufe auszustechen.

Fakt ist laut Finsterlin, dass Chinesen Shopping lieben und das insbesondere online. "Um sich etablieren zu können, müssen Unternehmen laut sein und den Kunden Shopping-Erlebnisse bieten", sagt Finsterlin. Und man müsse sich darüber bewusst sein, dass E-Commerce in China automatisch Alibaba bedeute. Es empfiehlt sich daher, neben einem eigenen Store auf jeden Fall eine Präsenz auf dem Marktplatz aufzubauen.

Am 11. November luden Chinas Online-Händler zum größten Shopping-Event des Jahres. Erste Zahlen zeigen nun, für wen sich das Ganze gelohnt hat: An nur einem Tag fuhr Alibaba 14,3 Milliarden US-Dollar Umsatz ein.

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