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Sonstiges 07.11.2014
Sonstiges 07.11.2014

Mitarbeiterkürzungen Heftiger Stellenabbau bei LivingSocial

Schreibtischräumen bei LivingSocial

Shutterstock.com/Andrey Popov

Schreibtischräumen bei LivingSocial

Shutterstock.com/Andrey Popov

LivingSocial verkleinert sich um ein Fünftel. Von Stellenkürzungen bei dem Daily-Deals-Anbieter sind rund 400 Mitarbeiter in den USA betroffen. Richtet sich das Unternehmen neu aus?

Ein Wechsel in der Führungsspitze - und schon rollen Köpfe: Wenige Monate, nachdem der ehemalige eBay-Manager Gautam Thakar den CEO-Posten übernommen hat, gibt es bei LivingSocial einschneidende Veränderungen. Das Unternehmen will sich von 20 Prozent seines Mitarbeiterstammes trennen. Dabei handelt es sich um rund 400 Mitarbeiter im südkalifornischen Büro des Daily-Deal-Anbieters. Das berichtet Recode.

LivingSocial habe sich mit seinen Aktivitäten verzettelt, so Thakar zu Recode, und wolle sich nun weg von täglich wechselnden Angeboten und hin zu Deals bewegen, die kontinuierlich im Angebot bleiben sollen. Das erfordere eine Umstrukturierung des Unternehmens, die bis Januar 2015 umgesetzt werden solle.

Darüber hinaus arbeite man daran, die Geschäftsbeziehungen zu Amazon auszubauen. Der US-Konzern ist an LivingSocial zu einem Drittel beteiligt und hatte lange Zeit einen Großteil der Amazon Local-Angebote über den Daily-Deal-Anbieter bezogen. Mittlerweile machen jedoch von Amazon organisierte Deals einen größeren Teil dieser Aktionen aus.

Kürzungen im größeren Stil gab es bei LivingSocial bereits vor zwei Jahren, als ebenfalls 400 Mitarbeiter entlassen wurden, nachdem der Dienst unbefriedigende Quartalszahlen vorgelegt hatte. Rund drei Monate später war der Anbieter frisches Kapital ein, bei dem das Gerücht die Runde machte, es handle sich um eine Notfallkapitalrunde. Der damalige CEO Tim O'Shaughnessy bestritt das allerdings.

Im vergangenen Jahr hatte LivingSocial vor allem damit Schlagzeilen gemacht, Zielscheibe eines großangelegten Hackerangriffs geworden zu sein. Damals waren die Daten von 50 Millionen Nutzern in die Hände von Cyber-Kriminellen gefallen.

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