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Google Streetview erfüllt Auflagen deutscher Datenschützern
Sonstiges 17.06.2009
Sonstiges 17.06.2009

Google Street View erfüllt Auflagen deutscher Datenschützer

Wer wohnt da? Aufnahme von Google Streeview

Wer wohnt da? Aufnahme von Google Streeview

Google hat zugesagt, die Rohdaten für Street View nach der Bearbeitung zu löschen. Damit kann das Produkt, das 360-Grad-Panoramafotos auf Straßenniveau zeigt, auch in Deutschland an den Start gehen.

"Wir haben uns verpflichtet, die letzten verbleibenden datenschutzrechtlichen Forderungen zu erfüllen", teilte Raphael Leiteritz, Produkt Manager Google Maps heute in einem Blogbeitrag mit.Ein genaues Datum stehe noch nicht fest.

Gesichter und Autokennzeichen werden auf veröffentlichten Fotos unkenntlich gemacht. Google möchte jedoch eine Kopie der entsprechenden Originalbilder aufbewahren, um seine Verfremdungstechnologie verbessern zu können und damit zu vermeiden, dass Dinge als Gesicht erkannt werden, die kein Gesicht sind und umgekehrt.

In Abstimmung mit dem Hamburgischen Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit Johannes Caspar hat das Unternehmen jetzt zugesagt, die Aufbewahrungsfrist für Rohdaten, deren Veröffentlichung deutsche Nutzer widersprochen haben, auf zwei Wochen zu begrenzen. Liegt dieser Widerspruch bereits vor der Veröffentlichung vor, werden diese bereits im Vorfeld gelöscht beziehungsweise unkenntlich gemacht. Der Datenschutzbeauftragte der Hansestadt hatte dabei im Auftrag und für die Amtskollegen aller Bundesländer mit dem Suchanbieter verhandelt.

"Der damit verbundene Änderungsaufwand ist erheblich", schreibt Google. "Dennoch möchten wir diesen Schritt gehen, damit Street View auch in Deutschland starten."

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